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München prüft Ausweitung der Sperrbezirke für Prostitution

Einige Stadtratsmitglieder wollen die Zonen, in denen Prostitution verboten ist, vergrößern. Die Stadtverwaltung prüft nun, wie das rechtlich möglich ist.

In München (Landeshauptstadt Bayern) gibt es Diskussionen über die sogenannten Sperrbezirke. Das sind Gebiete, in denen Prostitution im öffentlichen Raum verboten ist. Die Stadtratsmitglieder Sonja Haider, Nicola Holtmann und Tobias Ruff forderten am 26. Februar 2026, diese Zonen auszuweiten. Besonders dort, wo die Prostitution in den letzten Jahren verstärkt auf die Straße gewandert ist und die Bürger dies bei Versammlungen abgelehnt haben, sollen neue Sperren her.

Die Kreisverwaltungsreferentin Dr. Hanna Sammüller hat nun darauf reagiert. Sie erklärt, dass die Stadt zwar eine Empfehlung abgeben kann, die endgültige Entscheidung aber bei der Regierung von Oberbayern liegt. Es gibt dabei ein rechtliches Problem: Schon 1982 hat der Bayerische Verfassungsgerichtshof entschieden, dass Sperrbezirke nicht einfach immer größer werden dürfen. Wenn neue Gebiete gesperrt werden, müssen im Gegenzug andere Flächen für die legale Prostitution freigegeben werden.

Das ist in München schwierig, weil immer mehr Gewerbeflächen in Wohngebiete umgewandelt werden. Es entstehen kaum noch neue Gewerbegebiete, die als Ausgleich dienen könnten. Deshalb muss die gesamte Verordnung, die zuletzt 2005 geändert wurde, neu strukturiert werden. Nur so kann die Stadt neue Wohngebiete schützen und gleichzeitig genug legale Flächen lassen.

Wie genau die neuen Vorschläge aussehen, steht noch nicht fest. Das Kreisverwaltungsreferat will aber bald eine Lösung erarbeiten. Zuerst soll es einen sogenannten „Runden Tisch Prostitution“ geben, bei dem die Stadtratsmitglieder die Pläne besprechen können. Auch die Bezirksausschüsse sollen ihre Meinung sagen dürfen, bevor endgültig entschieden wird.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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