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München lehnt Parkprivileg für Obsthändler ab

Stadträte wollten, dass Obstverkäufer ihre Lieferwagen direkt am Stand auf dem Gehweg abstellen dürfen. Die Stadt sagt nun Nein.

Einige Obsthändler in München (Bayern) haben es in der Stadt schwer, Parkplätze in der Nähe ihrer Stände zu finden. Deshalb wollten die Stadträte Leo Agerer und Alexander Reissl die Regeln ändern. Ihr Plan: Die Händler sollten ihre Lieferwagen direkt am Stand auf dem Gehweg oder in Fußgängerbereichen abstellen dürfen. So könnten sie die frische Ware einfacher in den Stand bringen.

Die Stadtverwaltung hat den Antrag geprüft und verschiedene Stellen befragt. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Idee wird abgelehnt. Das Baureferat warnt davor, dass die Gehwege durch das Gewicht der Autos dauerhaft beschädigt werden könnten. Das Mobilitätsreferat sieht die Verkehrssicherheit gefährdet.

Besonders deutlich sprach sich der Behindertenbeirat aus. Für Menschen im Rollstuhl, mit Rollatoren oder für Blinde wären die parkenden Autos neue Hindernisse im Weg. Das würde dazu führen, dass Betroffene den öffentlichen Raum meiden.

Auch die Polizei sieht Gefahren bei einem solchen Parkprivileg. Zudem befürchtet das Kreisverwaltungsreferat einen Domino-Effekt. Wenn Obsthändler ihre Wagen dort abstellen dürften, wollten das bald auch andere, etwa Betreiber von Informationsständen oder Baustellen.

Die Stadt betont, dass das Be- und Entladen von Waren sowieso schon erlaubt ist. Die Händler dürfen ihre Ware also ausladen, müssen den Wagen danach aber wieder wegfahren. Eine dauerhafte Erlaubnis zum Parken auf dem Gehweg gibt es nicht.

Damit ist die Angelegenheit für die Stadtverwaltung erledigt.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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