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München: Gewalt gegen Personal in Notaufnahmen

In den Notfallzentren der Stadt gibt es fast täglich Beschimpfungen und regelmäßig körperliche Angriffe auf das Personal.

In den Notaufnahmen in München (Bayern) ist die Lage für das Personal angespannt. Laut einer Antwort der Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek auf eine Anfrage von CSU-Stadträten gibt es in den Notfallzentren der München Klinik täglich mehrere verbale Übergriffe. Das bedeutet, dass Mitarbeiter dort fast jeden Tag beschimpft oder bedroht werden.

Körperliche Gewalt kommt seltener vor, ist aber trotzdem ein regelmäßiges Problem. Ein Stimmungsbild aus dem Pflegeteam zeigt, dass die Mehrheit der Angestellten schon einmal körperliche Gewalt im Job erlebt hat. Die Mitarbeiter schätzen, dass es etwa ein- bis zweimal im Monat zu physischen Angriffen kommt. Meistens sind es die Patienten selbst, seltener die Angehörigen, die handgreiflich werden.

Genaue Zahlen über die letzten fünf Jahre gibt es nicht. Weder das Gesundheitsreferat noch das Polizeipräsidium München führen eine eigene Statistik über Angriffe auf Krankenhausmitarbeiter.

Die Stadt München sieht die Sicherheit der Belegschaft in der Verantwortung der jeweiligen Klinikbetreiber. Diese müssen für den Schutz ihrer Leute sorgen, zum Beispiel durch Sicherheitsdienste. Wenn es zu Straftaten kommt, übernimmt die Polizei des Freistaats Bayern die Arbeit.

Die München Klinik setzt auf Prävention. Man hat beobachtet, dass Aggressionen oft schleichend entstehen. Lange Wartezeiten, Hektik und die typische Krankenhaus-Atmosphäre mit kaltem Licht und Gerüchen sollen die Menschen triggern. Deshalb will man das Ambiente verbessern und eine Willkommenskultur schaffen, um Eskalationen zu verhindern. Zusätzlich gibt es für die Mitarbeiter Trainings zur Deeskalation, damit sie besser mit aggressiven Menschen umgehen können.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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