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München baut MVG-Rad-System komplett ab

Das Leihrad-System der MVG wird beendet und die Stationen verschwinden aus dem Stadtbild. Auch andere Elektro-Projekte der Stadt stehen nun in der Kritik.

In München (Landeshauptstadt von Bayern) geht eine Ära zu Ende: Das System MVG Rad wird eingestellt. Ende September 2025 wurde der Betrieb beendet. Im Laufe des Jahres 2026 werden nun alle Ausleihstationen aus der Stadt entfernt.

Die Zahlen zeigen, dass das Interesse an den Rädern schwankte. Im Jahr 2023 gab es 710.000 Ausleihen, 2024 stieg die Zahl leicht auf 730.000. Im letzten Betriebsjahr 2025 waren es bis zum Ende im September noch 520.000 Fahrten. Die Stadt hatte die Investitionskosten übernommen, während die SWM die laufenden Betriebskosten zahlten.

Was mit der Technik passiert, ist teilweise geklärt. Der Dienstleister nextbike will Schlösser und Stelen-Technik weiterverwenden, wo es möglich ist. Die meisten Räder sind nach zehn Jahren aber schlichtweg zu alt und werden entsorgt. Wie viel der komplette Abbau der Stationen genau kostet, ist noch nicht bekannt. Die Stadt wartet hier noch auf die Schlussrechnungen.

Kritisch hinterfragt werden auch andere Angebote. In der Altstadt am Marienhof gab es einen Verleih für Elektromobile, die Menschen mit Behinderungen helfen sollten. Da dort aber kaum jemand die Autos nutzte, wurde der Standort Ende Oktober 2025 geschlossen. Im Tierpark Hellabrunn und im Olympiapark laufen die E-Mobile hingegen besser, weil die Wege dort länger sind. Die Stadt zahlte 2024 für den Standort Altstadt etwa 106.865 Euro für Personal und rund 2.162 Euro für Sachkosten. Im Tierpark und im Olympiapark flossen jeweils 46.494 Euro.

Ein weiterer Testlauf mit vier Mikrobusse und fünf E-Rikschas im Sommer 2024 kostete die Stadt 258.658 Euro. Mehr als 4.000 Menschen nutzten die Rikschas, etwas mehr als 7.600 Menschen fuhren mit den Bussen. Die Fahrer waren keine festen Angestellten der MVG, sondern kamen von einem Personaldienstleister.

Die Details zu diesen Projekten kamen durch eine Anfrage von Stadtratsmitgliedern der FDP und der Bayernpartei ans Licht. Ob die Projekte insgesamt wirtschaftlich waren, bleibt ein Streitpunkt.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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