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Mordfall aus 2017: Polizei nimmt Mann in Kamp-Lintfort in Visier

Fast neun Jahre nach einem tödlichen Schussattentat in Bedburg gibt es einen neuen Verdächtigen. Ein Hinweis aus der Bevölkerung führte die Ermittler nun zu einem 40-Jährigen.

Die Geschichte begann an einem Novembermorgen im Jahr 2017. Ein Spaziergänger entdeckte auf dem Wanderparkplatz "Peringsmaar" in Bedburg (Kreis Rhein-Erft, Nordrhein-Westfalen) einen 46-jährigen Mann in seinem VW Golf. Das Opfer war schwer an einer Schussverletzung getroffen. Die Retter brachten ihn schnell in eine Klinik, wo die Ärzte versuchten, ihn zu retten. Doch die Verletzungen waren zu schlimm: Im August 2018 starb der Mann an den Folgen der Tat.

Damals suchten die Ermittler den Tatort genau ab. Sie fanden Einschusslöcher in einem VW und an mehreren Verkehrsschildern in der Nähe. Lange Zeit blieb der Fall jedoch ungeklärt. Die Mordkommission fand keine Spur zum Täter. Heute gehen die Beamten davon aus, dass der Angriff bereits zwei Tage vor dem Fund des Mannes passiert war.

Nun gibt es einen neuen Anhaltspunkt. Ein Hinweis aus der Bevölkerung führte dazu, dass die Staatsanwaltschaft Köln und die Kriminalpolizei den Fall neu aufrollten. Am frühen Donnerstagmorgen, dem 27. August, schlugen die Beamten zu. Sie durchsuchten drei Privatwohnungen in Bedburg und im Kreis Wesel.

In einer Wohnung in Kamp-Lintfort (Kreis Wesel, Nordrhein-Westfalen) trafen die Polizisten auf einen 40-jährigen Mann. Die Beamten nahmen ihn für die Erkennungsdienstliche Behandlung mit. Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Ermittler zudem mehrere Mobiltelefone. Diese Geräte müssen nun kriminaltechnisch untersucht und ausgewertet werden, um Beweise zu finden.

Welche Rolle der 40-Jährige bei dem Mord gespielt hat und warum die Tat begangen wurde, ist noch völlig unklar. Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich der Mann strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Polizei bittet Menschen, die etwas wissen, sich unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an die Poststelle in Köln zu melden.

Quelle: Polizei Köln – zur Originalmeldung

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