Monheim: Fundgrube feiert zehnjähriges Jubiläum
Vor zehn Jahren, am 27. April 2016, ging es in der Donauwörther Straße 60 (Monheim, Landkreis Donau-Ries) los. Damals öffnete eine Kleiderkammer ihre Türen, um vor allem die 112 Asylbewerber zu unterstützen, die zu dieser Zeit in der Stadt lebten. Bevor es überhaupt so weit war, mussten die Verantwortlichen viel planen und sich mit dem Asylhelferkreis, der Stadt, dem Landratsamt und der Caritas abstimmen.
Der Bedarf war riesig. Schon vor der ersten Eröffnung standen die Leute vor der Tür. Am Anfang gab es die Hilfe jeden Mittwoch zwischen 14 und 17 Uhr. Mit der Zeit änderte sich das Angebot: Aus der reinen Kleiderkammer wurde die „Fundgrube“. Heute gibt es dort nicht mehr nur Klamotten, sondern viele verschiedene Alltagsgegenstände, die noch gut erhalten sind. Organisatorisch gehört die Einrichtung mittlerweile zum Verein SoMit e. V.
Das Prinzip ist simpel: Alles, was verkauft wird, wurde vorher gespendet. Die Preise sind niedrig, damit sich jeder etwas leisten kann. Manche Sachen werden auch komplett gespendet und gehen an Obdachlosenheime in München und Stuttgart, an die Caritas in Treuchtlingen oder sogar bis nach Albanien.
Das Geld, das die Fundgrube einnimmt, kommt komplett der Gemeinschaft zugute. Damit wurden in Monheim konkrete Dinge finanziert, wie etwa Liegebänke am Schulweiher und am Kneippbecken oder eine Sitzbank an der Pumptrack-Anlage. Auch die katholische Kirche bekam eine tragbare Lautsprecheranlage, und Schulen sowie Kindergärten erhielten Bücher und andere Ausstattungen.
Das gesamte Projekt wird von ehrenamtlichen Helferinnen getragen. Ein besonderer Dank gilt dabei Luzia Mihatsch, Regina Schiffelholz, Brigitte Berger, Lydia Pfefferer, Christa Königsdörfer, Sabine Meier, Hedi Blank und Diana Babic.
Wer vorbeischauen möchte: Die Fundgrube ist jetzt jeden ersten Freitag im Monat von 14 bis 17 Uhr in der Donauwörther Straße 60 geöffnet.
Quelle: Monheim – zur Originalmeldung