Mittelsachsen: Veterinäramt warnt vor Kontakt zu Füchsen
Im Landkreis Mittelsachsen (Sachsen) sind die dieses Jahr geborenen Füchse mittlerweile aus dem Welpenalter herausgewachsen. Da sie nun selbst auf Nahrungssuche gehen, begegnen sie Menschen öfter. Viele finden die Tiere niedlich, doch das Veterinäramt warnt vor dem Kontakt. Füchse können nämlich Krankheiten übertragen.
Besonders gefährlich ist die Fuchsräude. Diese Hautkrankheit wird durch Milben verursacht und ist sehr ansteckend. Auch Hunde können sich anstecken, wobei die Krankheit gut behandelt werden kann. Wie viele Tiere aktuell betroffen sind, weiß das Amt nicht.
Ein weiteres Problem ist der Fuchsbandwurm, der in Sachsen überall vorkommt. Menschen können sich anstecken, wenn sie rohe Waldpilze oder Beeren essen, an denen mikroskopisch kleine Eier kleben. Deshalb sollten Pilze und Obst aus dem Wald oder Garten immer gründlich gewaschen werden. Wer die Lebensmittel kocht oder brät, ist auf der sicheren Seite. Da auch Hunde und Katzen den Bandwurm übertragen können, sollten Besitzer ihre Tiere zwei bis vier Mal im Jahr entwurmen.
Um sich zu schützen, sollte man Fuchskot wie Hundekot mit einer Plastiktüte entfernen. Wer die Tiere gar nicht erst in den Garten locken will, sollte keine Nahrungsquellen anbieten. Offenes Katzen- oder Hundefutter, Vogelfutter und Essensreste ziehen Füchse an. Auch Mülltonnen müssen sauber und fest verschlossen bleiben. Schuhe oder Spielzeug, die die Tiere interessieren könnten, sollten über Nacht weggeräumt werden. Zudem sollten Verstecke für Füchse dicht gemacht werden, sofern keine Tiere darin wohnen.
Grundsätzlich sind Füchse nicht aggressiv und meiden den Menschen. Nur neugierige Jungtiere oder Füchse, die bereits an Fütterungen gewöhnt sind, kommen näher. Wenn man einem Fuchs begegnet, sollte man ruhig bleiben und dem Tier einen Fluchtweg lassen.
Wer ernsthafte Probleme mit Füchsen hat, kann sich an die untere Jagdbehörde wenden. In dringenden Fällen ist die Polizei der richtige Ansprechpartner.