Migrationsbeirat Reinickendorf reagiert auf Gewalt beim CSD
Beim letzten Christopher Street Day (CSD) in Berlin (Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland) kam es zu einem Gewaltakt. Das Fest, das eigentlich für Vielfalt und die Rechte der LGBTQIA+-Community steht, wurde durch diesen Angriff erschüttert. Der Migrationsbeirat aus Reinickendorf hat sich nun zu den Vorfällen geäußert.
Die Mitglieder des Beirats zeigen sich bestürzt und wütend über die Tat. Sie distanzieren sich klar von islamistischer Gewalt und religiösem Extremismus. Für den Beirat ist Islamismus keine Religion, sondern eine Ideologie, die menschenfeindlich ist und eine freie Gesellschaft angreift. Wer im Namen einer Religion Menschen angreift, spreche nicht für die Millionen friedlichen Muslime in der Stadt.
Gleichzeitig kritisiert der Beirat die Reaktion der AfD. Die Partei habe die Tat bereits wenige Stunden später für politische Zwecke genutzt. Noch während die Opfer versorgt wurden und die Ermittlungen liefen, hätten Funktionäre der Partei gegen Geflüchtete und Muslime gehetzt. Der Beirat sieht darin einen Missbrauch des Leids der Betroffenen.
Nach Ansicht des Beirats verfolgen sowohl islamistische Gefährder als auch rechtsextreme Hetzer dasselbe Ziel: Sie wollen Angst verbreiten und das Miteinander in der Stadt zerstören. Deshalb ruft der Beirat nun dazu auf, dass alle betroffenen Gruppen – egal ob aus der queeren Community oder Menschen mit Migrationsgeschichte – zusammenhalten und sich nicht gegeneinander ausspielen lassen.
Wie die Ermittlungen zu dem Angriff auf dem CSD genau verlaufen und wer für die Tat verantwortlich ist, ist aus der Stellungnahme nicht ersichtlich. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.