Berlin stärkt soziale Arbeit in Friedrichshain-Kreuzberg
In Friedrichshain-Kreuzberg (Berlin) wird die Stadtteilarbeit auf ein neues Fundament gestellt. Das Bezirksamt und die freien Träger haben eine sogenannte Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Das bedeutet konkret: Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den sozialen Einrichtungen ist nun verbindlich geregelt. Bisher lief die Arbeit zwar schon gut, aber jetzt gibt es eine feste Struktur für alle Beteiligten.
Die Einrichtungen der Stadtteilarbeit sollen Orte sein, an denen Menschen aus allen Altersgruppen und Lebenslagen zusammenkommen. Sie bieten Hilfe an, fördern freiwilliges Engagement und sollen den Zusammenhalt in der Nachbarschaft stärken. Durch den neuen Vertrag wollen die Verantwortlichen die Angebote besser an die aktuellen Probleme in den Kiezen anpassen. Ziel ist es, dass die soziale Infrastruktur direkt dort wächst, wo die Menschen sie brauchen.
Bei der Unterzeichnung waren mehrere Menschen dabei. Neben Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann und Sozialstadträtin Regine Sommer-Wetter unterschrieb auch Staatssekretär Max Landero. Zudem waren Vertreter vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, vom Verband für sozial-kulturelle Arbeit (VskA) und von der Arbeiterwohlfahrt Berlin Spree-Wuhle anwesend.
Die Politik betont, dass soziale Teilhabe nicht vom Einkommen oder der Herkunft abhängen darf. Die Angebote sollen niedrigschwellig sein, also leicht erreichbar und ohne große Hürden für die Bewohner. Mit der neuen Vereinbarung wollen Land, Bezirk und Verbände Bedarfe früher erkennen und ihre Hilfe besser aufeinander abstimmen.
Wie genau die Angebote in den einzelnen Kiezen nun angepasst werden und welche konkreten Projekte daraus entstehen, bleibt abzuwarten. Weitere Details zur Umsetzung der Rahmenstrategie liegen bislang nicht vor.