Meerbusch: Großbrand an Bahnböschung legt Verkehr lahm
Am Mittwochnachmittag brannte es in Meerbusch (Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen) heftig an der Bahnstrecke zwischen Krefeld und Neuss. Aus einem noch unbekannten Grund fing die Böschung Feuer. Die Flammen breiteten sich schnell aus und erstreckten sich schließlich über eine Länge von rund zwei Kilometern.
Die Feuerwehr Meerbusch rückte mit allen acht Einheiten aus. Die Brandbekämpfung war schwierig, weil das Gelände weitläufig war. Die Retter nutzten mehrere Schläuche und spezielle Löschrucksäcke, um das Feuer an den verschiedenen Stellen zu löschen. Da gleichzeitig ein Wasserrohrbruch im Bereich Meerbusch-Bösinghoven vorlag, reichte der Wasserdruck nicht aus. Deshalb kam ein großes Tanklöschfahrzeug aus Dormagen zur Unterstützung dazu. Eine Drohne aus Neuss flog über das Gebiet, um den Einsatzleitern einen besseren Überblick über die Lage zu verschaffen.
Durch das Feuer musste der Bahnverkehr komplett gestoppt werden. Ein Personenzug mit etwa 120 Fahrgästen konnte nicht weiterfahren und musste im Stadtgebiet Kaarst anhalten. Die Feuerwehr Kaarst übernahm dort die Evakuierung der Menschen. Die Fahrgäste waren zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.
Damit im restlichen Stadtgebiet Meerbusch trotzdem genug Schutz vorhanden war, wurden zusätzliche Kräfte für den Grundschutz eingesetzt. Insgesamt dauerte der Einsatz rund sechs Stunden. Nachdem das Feuer gelöscht war, begannen die Einsatzkräfte mit einer Brandnachschau, um sicherzustellen, dass keine Glutnester mehr vorhanden sind.
Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.