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Marsberg: Preis für die Renaturierung der Diemel

Copyright und Urheber siehe Marsberg

Ein Naturschutzprojekt an der oberen Diemel wurde mit einem wichtigen Preis ausgezeichnet. In Marsberg-Giershagen wurde die erfolgreiche Wiederbelebung des Flusses gefeiert.

In Marsberg-Giershagen (Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen) gab es am Dienstag, den 11. August, einen besonderen Anlass. Am Meilerplatz wurde die Renaturierung der oberen Diemel mit dem DWA-Gewässerentwicklungspreis 2026 geehrt. Bei der Feier waren unter anderem der NRW-Umweltminister Oliver Krischer, Landrat Thomas Grosche und Bürgermeister Matthias Koch dabei.

Das Projekt war auf einem Abschnitt von etwa 1,5 Kilometern zwischen Giershagen und Marsberg angesiedelt. Das Ziel war es, dem Fluss wieder mehr Platz zu geben, damit er sich natürlich entwickeln kann. Anstatt den Fluss technisch komplett neu zu bauen, haben Experten und Ehrenamtliche nur gezielte Eingriffe vorgenommen. Sie haben neue Flussrinnen geschaffen, Totholz eingebaut und Kiesbereiche für Fische angelegt. Den Rest hat dann die Natur selbst erledigt.

Die Umsetzung ging schnell und war vergleichsweise günstig. Die Arbeiten dauerten nur vier bis fünf Wochen und kosteten insgesamt rund 120.000 Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen hat dabei 80 Prozent der Kosten übernommen. Besonders wichtig war, dass kaum schwere Maschinen zum Einsatz kamen.

Die Wirkung ist bereits spürbar. Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Wasseroberfläche größer geworden ist. Das hilft bei starkem Regen, weil die Auen das Wasser besser aufnehmen und so den Hochwasserschutz verbessern. In Trockenzeiten kann die Landschaft das Wasser nun länger speichern. Auch die Tierwelt kehrt zurück: Biber und Fischotter sind bereits eingezogen, und man konnte beobachten, wie Äschen im Fluss laichen.

Getragen wurde das Vorhaben vom Diemelwasserverband Marsberg, Fachleuten aus der Wissenschaft und vielen engagierten Freiwilligen. Für die Stadt Marsberg ist der Preis eine Bestätigung, dass der Weg zur naturnahen Entwicklung der Gewässer richtig ist. Die Stadt will auch in Zukunft gemeinsam mit dem Verband daran arbeiten, die heimischen Bäche und Flüsse ökologisch aufzuwerten.

Quelle: Marsberg – zur Originalmeldung

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