Main-Spessart: Wasserentnahme aus Bächen und Flüssen verboten
Im Landkreis Main-Spessart (Bayern) bleibt es trocken. Deshalb verlängert das Landratsamt das Verbot, Wasser aus fließenden Gewässern der II. und III. Ordnung zu entnehmen. Die Regelung, die eigentlich am 31. August enden sollte, gilt nun bis einschließlich 30. September 2026.
Die Lage ist ernst: Laut Wasserwirtschaftsamt haben 94 Prozent aller Gewässer im Landkreis Niedrigwasser. An 80 Prozent der Messstellen fließt deutlich weniger Wasser als im Durchschnitt. Manche Bachabschnitte sind sogar komplett ausgetrocknet. Da es in den nächsten Wochen kaum regnen soll, wird die Situation vorerst nicht besser.
Das Verbot soll die Natur schützen. Wenn jetzt noch mehr Wasser entnommen wird, leiden die Fische und Pflanzen in den Bächen massiv. Auch die Wasserqualität würde sich verschlechtern.
Es gibt jedoch Ausnahmen: Der Main ist vom Verbot nicht betroffen. Wer nur kleine Mengen mit einem Eimer oder einer Gießkanne schöpft, darf das weiterhin tun. Ansonsten ist die Entnahme nur erlaubt, wenn man eine ausdrückliche Genehmigung vom Landratsamt hat.
Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit einem Bußgeld rechnen, da Verstöße als Ordnungswidrigkeit gewertet werden. Die vollständigen Details stehen im Amtsblatt 38 vom 31. August 2026 unter www.main-spessart.de.