Karlstadt: Kinder zeichnen eigene Comics in der Bibliothek
In der Stadtbibliothek in Karlstadt (Landkreis Main-Spessart, Bayern) wurde es im August kreativ. Die Kinder, die beim kostenlosen Sommerferienleseclub mitmachen, durften an einem speziellen Comic-Workshop teilnehmen. Zuvor gab es in der Bibliothek bereits die Wanderausstellung "Architektur und Comics" im Lesecafé, die den Weg für das Event ebnete.
Der Illustrator Martin Armbruster aus Würzburg leitete den Nachmittag. Ihm war wichtig, dass die Kinder nicht nur Bücher lesen, sondern selbst zu Gestaltern werden. Er erklärte den Teilnehmern, dass man kein Profi beim Zeichnen sein muss, um einen guten Comic zu machen. Zuerst gab es Aufwärmübungen, bei denen es um die Mimik der Gesichter ging. Danach entwarfen die Kinder Charakterbögen für ihre Figuren.
Das Wichtigste war die Planung der Geschichte. In einem sogenannten Storyboard entwickelten die Kinder ihre Szenen in drei Schritten: von der ersten groben Skizze bis hin zur fertigen Gestaltung der Bilderfelder.
Da das Erfinden einer Geschichte viel Konzentration braucht, dauerte der Kurs zwei Stunden. Das sollte als Anstoß dienen. Die fertigen Entwürfe nahmen die Kinder mit nach Hause, um ihre Werke dort in Ruhe fertigzustellen. Bibliotheksleiter Thomas Schreck zeigte sich zufrieden mit dem Angebot. Er betonte, dass es wichtig sei, den Kindern Raum für ihre Fantasie zu geben.