Magdeburg: Mann im Hauptbahnhof kurz vor Festnahme
Am Donnerstagnachmittag gegen 16:19 Uhr kontrollierte eine Streife der Bundespolizei einen 47-jährigen Mann im Hauptbahnhof Magdeburg (Sachsen-Anhalt). Der Mann zeigte sich kooperativ und legte den Beamten seinen Personalausweis vor.
Doch als die Polizisten die Daten im Computer überprüften, kam die Überraschung: Gegen den Mann lag ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Magdeburg vor. Die Sache hatte ihren Anfang bereits im Februar dieses Jahres. Damals hatte das Amtsgericht Magdeburg den Mann wegen des Diebstahls geringwertiger Sachen verurteilt. Er sollte eine Geldstrafe von 1.800 Euro zahlen. Da er das Geld nicht bezahlte, wurde die Strafe in 60 Tage Haft umgewandelt.
Weder zahlte der Mann die Summe noch meldete er sich beim Gericht, um die Haftstrafe anzutreten. Deshalb wurde fünf Monate später der Haftbefehl ausgestellt. Die Beamten im Bahnhof eröffneten dem Mann den Befehl und wollten ihn festnehmen.
Dann kam die Wende: Der Deutsche konnte den Betrag, mit dem er die Haft abwenden konnte, noch rechtzeitig aufbringen. Er zahlte das Geld direkt bei der Bundespolizei ein. Damit war die Sache erledigt und er konnte die Wache als freier Mann wieder verlassen.
Ob es in dem Fall noch weitere rechtliche Schritte gibt, ist nicht bekannt. Die Ermittlungen sind mit der Zahlung abgeschlossen.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg – zur Originalmeldung