Magdeburg: Mann wegen 120 Euro fast in Haft
Am Samstag, den 1. August 2026, kontrollierte eine Streife der Bundespolizei einen Mann im Hauptbahnhof Magdeburg (Sachsen-Anhalt). Der 41-Jährige zeigte sich kooperativ und wies sich mit einem gültigen Ausweis aus. Doch als die Beamten seine Daten im Computersystem prüften, tauchten zwei Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Gera auf.
Der Grund für die Suche nach dem Mann waren Ordnungswidrigkeiten aus dem Vorjahr. Das Amtsgericht Stadtroda hatte bereits im September und November 2025 zwei Geldbußen verhängt. Insgesamt ging es um eine Summe von 120 Euro. Da der Mann das Geld nicht bezahlt hatte, erließ die Staatsanwaltschaft Gera die Haftbefehle. Er sollte eine sogenannte Erzwingungshaft absitzen, die insgesamt vier Tage gedauert hätte.
Die Polizisten nahmen den Mann daraufhin fest. Sie brachten ihn in die Diensträume der Bundespolizei direkt am Bahnhof. Dort erfuhren die Beamten und der Deutsche offiziell, warum er gesucht wurde. In letzter Sekunde konnte der Mann die Situation retten: Er beglich die ausstehenden 120 Euro noch vor Ort und konnte so die Haft vermeiden.
Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, ließen die Beamten den Mann wieder frei. Die Bundespolizei informierte anschließend die Behörden in Gera, dass die Haftbefehle erledigt sind. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg – zur Originalmeldung