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Lünen: Tipps vom Amt bei Fund von Igeln

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Nach einem großen Einsatz in einer Auffangstation gibt die Veterinärbehörde nun Tipps, wie man richtig mit verletzten Igeln umgeht.

In Lünen (Kreis Unna, Nordrhein-Westfalen) gab es letzte Woche einen ungewöhnlichen Einsatz der Kreis-Veterinäre. Bei einer Kontrolle in einer Igel-Auffangstation wurden rund 130 Tiere sichergestellt und in Obhut gebracht. Seit diesem Vorfall melden sich viele Bürger beim Veterinäramt des Kreises Unna. Die Menschen wollen wissen, was sie tun sollen, wenn sie einen kranken oder verletzten Igel finden.

Die Behörde betont nun, dass nicht jedes Tier, das man findet, auch wirklich Hilfe braucht. Igel sind geschützte Wildtiere. Man darf sie zwar aufnehmen, wenn sie krank oder hilflos sind, muss sie aber sofort wieder auswildern, sobald sie gesund sind. Ein Igel, der einfach nur tagsüber oder im Herbst unterwegs ist, gehört in die Natur und sollte nicht eingefangen werden.

Hilfe ist dann nötig, wenn das Tier sichtbare Verletzungen hat, sehr mager ist oder völlig apathisch wirkt. Auch Igel, die mitten im Winter auffällig aktiv sind, brauchen oft Unterstützung. Wer ein solches Tier findet, sollte schnell einen Tierarzt oder eine Wildtierhilfe kontaktieren.

Bis die Fachleute übernehmen, können die Finder Wasser und Futter anbieten. Geeignet sind ungewürztes Rührei oder fleischreiches Katzennassfutter. Wichtig: Kuhmilch vertragen Igel nicht und sie dürfen auf keinen Fall bekommen.

Da viele ehrenamtliche Pflegestellen oft überfüllt sind, wird zu einer fachgerechten Erstversorgung geraten. Wer wissen will, wie er einem Igel richtig hilft, findet auf der Seite von Pro Igel e. V. (www.pro-igel.de) eine Checkliste. Zudem berät die Arbeitsgruppe Igelschutz Dortmund e. V. unter der Telefonnummer 0231/175555 zum weiteren Vorgehen.

Quelle: Lünen – zur Originalmeldung

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