Ludwigsdorf: Mann ohne Visum im Zug festgenommen
Am Montagnachmittag kontrollierten Beamte der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf (Sachsen) den Zugverkehr an der Grenze zwischen Polen und Deutschland. Sie hielten einen Zug an, der in Richtung Leipzig fuhr, um die Passagiere zu prüfen.
Bei den Kontrollen trafen die Polizisten auf einen 30-jährigen Mann aus Kolumbien. Der Mann zeigte seinen Reisepass vor, konnte aber kein Visum vorlegen. Auch einen Aufenthaltstitel aus einem anderen Schengen-Staat besaß er nicht, was für die Einreise nach Deutschland notwendig gewesen wäre.
Die Beamten prüften die Dokumente genauer und fanden heraus, dass der Kolumbianer schon seit Juni 2023 in Polen lebte. Der Mann gab an, dort einen Aufenthalt beantragt zu haben. Die Bundespolizei fragte bei den polnischen Behörden nach. Diese bestätigten zwar den Antrag, machten aber klar: Ein Aufenthaltstitel wurde ihm nicht erteilt. Damit hielt er sich auch in Polen illegal auf.
Wegen der fehlenden Papiere musste der Mann den Zug verlassen. Die Polizisten nahmen ihn fest und leiteten ein Strafverfahren wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts ein.
Nachdem alle polizeilichen Maßnahmen erledigt waren, verweigerten die Beamten ihm die Einreise. Der 30-Jährige wurde schließlich zurück nach Polen geschickt.
Ob und inwieweit sich der Mann strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf – zur Originalmeldung