Blaualgen im Stausee Quitzdorf: Gesundheitsamt warnt vor Baden
Das Gesundheitsamt des Landkreises Görlitz (Sachsen) rät dringend davon ab, im Stausee Quitzdorf zu baden. Eine Wasserprobe vom 3. August 2026 hat gezeigt, dass sich im See massiv Blaualgen vermehrt haben. Die Untersuchung führte die Landesuntersuchungsanstalt Dresden durch.
Diese Algen können Gifte bilden, die für Menschen gefährlich sind. Besonders schlimm ist es, wenn man beim Schwimmen Wasser verschluckt. Schon eine kleine Menge von 20 bis 100 Millilitern kann ausreichen, um krank zu werden. Die Folgen können Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sein. Im schlimmsten Fall drohen Leberschädigungen, Muskelkrämpfe oder Entzündungen im Hals- und Ohrenbereich. Auch die Haut kann mit allergischen Reaktionen reagieren.
Ein weiteres Problem ist die Sicht im Wasser. Am Steg des Campingplatzes Kollm Nord konnten die Kontrolleure nur 0,25 Meter weit sehen. Eigentlich müssten es mindestens ein Meter sein. Wenn die Sicht so schlecht ist, wird es auch für Rettungskräfte gefährlich, jemanden aus dem Wasser zu holen.
Im See sind aktuell grüne Schlieren und Schaum an der Oberfläche zu sehen. Da die Algen je nach Wind und Stelle unterschiedlich verteilt sind, ist Vorsicht geboten. Besonders Kinder und Kleinkinder sollten das Wasser komplett meiden.
Wer trotzdem ins Wasser geht, sollte aufpassen, kein Wasser zu schlucken und die grünen Stellen zu meiden. Wenn nach dem Baden Übelkeit, Atemnot oder Hautreizungen auftreten, muss sofort ein Arzt aufgesucht und das Gesundheitsamt informiert werden. Auch Hunde und andere Tiere können durch das belastete Wasser krank werden.
Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.