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Lohfelden: Mehr vom eigenen Solarstrom nutzen

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Wer eine PV-Anlage besitzt, produziert mittags oft mehr Strom, als er verbraucht. Ein Batteriespeicher kann helfen, diesen Strom auch abends zu nutzen.

In einem typischen Einfamilienhaus wird oft nur ein Viertel des erzeugten Solarstroms direkt im Haus verbraucht. Das liegt daran, dass die Anlagen vor allem mittags liefern, der hohe Verbrauch aber meist erst am Abend auftritt. Ohne Speicher fließt der Überschuss mittags ins öffentliche Netz, während abends teurer Strom eingekauft werden muss.

Ein Batteriespeicher kann dieses Problem lösen. Er nimmt tagsüber die Energie auf, die gerade übrig ist, und gibt sie nachts oder am Abend wieder ab. Besonders sinnvoll wird ein solcher Speicher, wenn zusätzlich eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto genutzt werden, da diese den Stromverbrauch im Haus deutlich erhöhen.

Es gibt verschiedene Speicher-Typen. Lithium-Ionen-Speicher sind weit verbreitet, halten etwa 10 bis 15 Jahre und sind sehr effizient. Eine Alternative sind Lithium-Eisenphosphat-Speicher, die mit 15 bis 20 Jahren langlebiger und sicherer gegen Brände sind. Salzwasserbatterien gelten als Lösung der Zukunft, da sie ungiftig sind und keine seltenen Erden benötigen, allerdings brauchen sie mehr Platz.

Für den Fall eines Stromausfalls gibt es Speicher mit einer sogenannten Inselfunktion. Diese trennen das Haus automatisch vom Netz, sodass Licht, Kühlschrank, Router und die Heizungspumpe weiterlaufen. Wer so etwas möchte, muss dies bei der Planung beachten, da nicht jedes Gerät diese Funktion hat.

Die Kosten für Lithium-Ionen- und Lithium-Eisenphosphat-Speicher liegen laut Angaben im Bereich von 3 bis 500 Euro pro Kilowatt. Eine Insellösung kostet zusätzlich zwischen 1.600 und 2.500 Euro. Für Salzwasserbatterien sind die Preise noch wenig bekannt.

Wer nicht genug Strom verbraucht, um eine Anlage und einen Speicher wirtschaftlich zu betreiben, hat eventuell die Möglichkeit, Strom an Nachbarn zu verkaufen. Zu diesem Thema wird es weitere Informationen geben.

Quelle: Lohfelden – zur Originalmeldung

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