Lohfelden: Neue Umspannwerke und Finanzprobleme bei Bürgerversammlung
Am Montag, den 17. August, fand in Lohfelden (Landkreis Kassel, Hessen) die erste Bürgerversammlung der neuen Legislaturperiode statt. Rund 80 interessierte Bürger kamen ins Bürgerhaus, um mit dem Bürgermeister Uwe Jäger, dem Gemeindevorstand und der Verwaltung zu sprechen. Tobias Geismann, der Vorsitzende der Gemeindevertretung, begrüßte die Anwesenden zu Beginn des Abends.
Ein großes Thema war die Stromversorgung. Experten erklärten, warum die Gemeinde neue Umspannwerke braucht, da der Strombedarf steigt. Christoph Mühling von der EAM stellte einen Standort vor, der schräg gegenüber dem Feuerwehrhaus unter einer 110-kV-Leitung liegt. Weil die Leitung dort verläuft, kann die Anlage nicht komplett geschlossen gebaut werden. Das stieß bei einigen Bürgern auf Kritik, während andere die Notwendigkeit für die Energiewende betonten.
Zusätzlich planten Boris Katzenmeyer und Sascha Wenzel von den Städtischen Werken zwei weitere Standorte. Einer soll an der Eschweger Straße direkt an der Grenze zu Kaufungen entstehen. Der zweite ist im Ortsteil Crumbach an der Bergshäuser Straße in Richtung Fuldabrück geplant, gegenüber dem Autobahnrasthof. Diese beiden Anlagen sollen komplett eingehaust werden.
Auch über die Finanzen der Gemeinde wurde gesprochen. Thorsten Bürgel, der Leiter der Finanzverwaltung, machte deutlich, dass die Kasse nicht mehr stimmt. Jedes Jahr fehlen im Durchschnitt etwa 2,2 Millionen Euro, um die Ausgaben zu decken. Zwar gibt es noch Rücklagen von rund 12 Millionen Euro, aber diese werden nun langsam aufgebraucht. Die Verwaltung will nun zuerst selbst sparen und dann die Gebühren fair anpassen. Steuererhöhungen sollen erst das letzte Mittel sein.
Neben diesen Themen beantwortete Bürgermeister Uwe Jäger Fragen zu Naturschutz, Glasfaser und Hochwasserschutz. Eine gute Nachricht gab es für die Autofahrer: Der Forstbachweg soll in Kürze wieder befahrbar sein, was den Verkehr im Ort entlasten soll.
Quelle: Lohfelden – zur Originalmeldung