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Landkreis Kassel verbietet Mähroboter in der Nacht

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Wer im Landkreis Kassel einen Mähroboter besitzt, muss seine Geräte jetzt umprogrammieren. Die neuen Regeln sollen Igel und andere kleine Tiere schützen.

Im Landkreis Kassel (Hessen) gelten ab sofort neue Regeln für den Einsatz von Mährobotern. Die Geräte dürfen nachts nicht mehr laufen. Das Verbot beginnt jeweils eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang und endet erst wieder eine halbe Stunde nach dem Sonnenaufgang am nächsten Tag.

Der Grund für die Entscheidung ist der Schutz von Tieren. Immer häufiger werden Igel, Kröten und andere kleine Wirbeltiere von den Robotern verletzt oder sogar getötet. Naturschutzverbände und Igelnothilfen hatten den Landkreis auf die erschreckende Zahl der Fälle aufmerksam gemacht. Zwar gibt es mittlerweile intelligente Geräte, doch das reiche oft nicht aus, um die Tiere zu retten.

Umweltdezernent Thomas Ackermann erklärte, dass man die Regeln nun für den gesamten Landkreis einheitlich festlegen wollte. So wird verhindert, dass jede Gemeinde eigene, unterschiedliche Regeln aufstellt. Die rechtliche Basis dafür ist das Bundesnaturschutzgesetz. Dieses verbietet es, wild lebende Tiere wie Amphibien oder Igel zu verletzen oder zu töten.

Die Tiere verlieren immer mehr ihren Lebensraum und werden dadurch seltener. Roman Krettek von der Unteren Naturschutzbehörde hofft, dass der Rückgang der bedrohten Arten durch diese Maßnahme zumindest verlangsamt wird. Vor allem sollen die nachtaktiven Tiere verschont bleiben, damit sie keine unnötigen Schmerzen leiden.

Der Landkreis Kassel bittet nun alle Besitzer von Mährobotern, ihre Geräte entsprechend einzustellen und die Zeitvorgaben zu beachten.

Quelle: Schauenburg – zur Originalmeldung

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