Linsengericht warnt vor Gefahren durch extreme Hitze
In der Region nehmen extreme Hitzewellen spürbar zu. Das ist vor allem für Menschen gefährlich, die ohnehin schon gesundheitlich angeschlagen sind. Deshalb haben sich die Gemeinde Linsengericht (Main-Kinzig-Kreis, Hessen), die Gemeinde Gründau und die Interkommunale Zusammenarbeit Gelnhausen zusammengetan. Gemeinsam starten sie eine Hitzeschutz-Aktion, um die Bürger besser auf die heißen Tage vorzubereiten.
Besonders im Blick stehen dabei Babys, Kleinkinder, ältere Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen. Wer zum Beispiel an Diabetes, Asthma oder Bluthochdruck leidet, hat oft Probleme, die Körpertemperatur zu regulieren. Zudem können bestimmte Medikamente dazu führen, dass der Körper schlechter auf die Wärme reagiert. In solchen Fällen kann Hitzestress schnell zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen.
Die Gemeinden geben daher konkrete Tipps: Betroffene sollten bereits im Frühling mit ihrem Arzt sprechen. Es muss geklärt werden, ob Medikamente bei Hitze vertragen werden oder ob die Therapie angepasst werden muss. Wichtig ist dabei, dass niemand eigenmächtig die Dosis seiner Medikamente ändert. Auch die Lagerung der Arzneimittel ist entscheidend, da viele Wirkstoffe bei hohen Temperaturen kaputtgehen und nicht mehr helfen.
Im Alltag hilft vor allem die richtige Planung. Man sollte körperliche Anstrengungen und Einkäufe in die kühlen Morgen- oder Abendstunden verlegen. In der Mittagshitze ist es wichtig, an einem kühlen Ort zu bleiben, die Sonne zu meiden und viel Wasser oder ungesüßten Tee zu trinken. Die Gemeinde appelliert zudem an das soziale Umfeld: Freunde, Nachbarn und Angehörige sollen an heißen Tagen besonders auf die gefährdeten Menschen achten und ihnen Hilfe anbieten.
Weitere Informationen und detaillierte Ratschläge gibt es unter der Webseite klima-mensch-gesundheit.de.