Hitzeschutz-Aktion für Linsengericht und Umgebung
In der Region nehmen extreme Hitzewellen spürbar zu. Das ist eine große Belastung für die Gesundheit. Vor allem Babys, Kleinkinder, ältere Menschen und chronisch Kranke sind bei hohen Temperaturen in Gefahr. Deshalb starten das Interkommunale Zentrum (IKZ) Gelnhausen zusammen mit den Gemeinden Gründau und Linsengericht (Hessen) eine gemeinsame Aktion zum Hitzeschutz.
Die Verantwortlichen wollen die Bürger regelmäßig auf die Risiken aufmerksam machen. Es geht darum, einfache Tipps für den Alltag zu geben, damit niemand zu schwerer Hitze erkrankt. Besonders Menschen ab 65 Jahren müssen vorsichtig sein. Im Alter funktioniert der Stoffwechsel anders und der Körper kann die Temperatur schlechter regulieren. Zudem spüren Senioren oft weniger Durst. Das führt schnell dazu, dass der Körper austrocknet und man überhitzt.
Die Experten raten deshalb dazu, den Alltag anzupassen. In den heißesten Stunden des Tages sollte man an einem kühlen Ort bleiben und sich nicht anstrengen. Erledigungen oder Sport sind in den kühlen Morgen- oder Abendstunden besser. Wichtig ist zudem, viel Wasser oder ungesüßten Tee zu trinken und die Sonne mit einem Sonnenschutz zu meiden.
Ein besonderer Punkt betrifft die Medikamente. Wer regelmäßig Tabletten nimmt, zum Beispiel gegen Blutdruck oder Insulin, sollte das vorher mit dem Arzt besprechen. Manche Medikamente vertragen die Hitze nicht oder müssen anders eingenommen werden. Wichtig ist auch die Lagerung: Viele Mittel dürfen nicht wärmer als 25 Grad werden. Insulin gehört in den Kühlschrank. Medikamente dürfen auf keinen Fall im Auto liegen bleiben.
Die Gemeinden hoffen, dass durch diese Tipps alle Bewohner die kommenden Hitzeperioden sicher überstehen. Weitere Informationen gibt es online beim Projekt Klima-Mensch-Gesundheit.