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Leverkusen plant Kita-Plätze neu

Die Stadt passt die Bedarfsplanung für Kindertagesstätten an. Geplante Neubauten sollen gestoppt werden, weil weniger Kinder in die Kitas kommen.

In Leverkusen (Nordrhein-Westfalen) ändern sich die Pläne für die Kinderbetreuung. Die Stadtverwaltung hat die Auslastung der Kitas genau unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Die bisherigen Prognosen passten nicht zur Wirklichkeit. Deshalb wird die Planung jetzt neu ausgerichtet.

Konkret geht es um die Quote für Kinder unter drei Jahren. Ab dem Kindergartenjahr 2027/2028 soll diese von bisher 60 Prozent auf 50 Prozent sinken. Bei den Kindern ab drei Jahren bleibt alles beim Alten, hier liegt die Quote weiterhin bei 100 Prozent.

Die Gründe für den Kurswechsel sind deutlich. Zum Stichtag am 31. März 2026 waren stadtweit viele Plätze einfach nicht belegt. Zudem sinken die Geburtenzahlen in Leverkusen überdurchschnittlich stark. Außerdem entscheiden sich viele Familien bewusst dafür, ihre Kinder länger selbst zu betreuen oder suchen sich gezielt bestimmte Angebote aus.

Stadtdirektor Marc Adomat betont, dass dadurch keine bestehenden Plätze wegfallen. Im Gegenteil: Die Stadt rechnet sogar mit einem Zuwachs von 344 Plätzen. Es gehe darum, eine Grundlage zu schaffen, die zur Realität passt und die Qualität sichert.

Das hat direkte Folgen für die Bauplanung. Die Verwaltung schlägt der Politik vor, bereits beschlossene Kita-Neubauten zu stoppen. Zusammen mit der Abmietung von drei Kitas, die bereits im Oktober 2025 beschlossen wurde, soll so Geld gespart werden. Dieses Geld will die Stadt nutzen, um das bestehende Angebot zu verbessern und den gesetzlichen Betreuungsanspruch zu erfüllen.

Die Gebäude und Grundstücke, die dann nicht mehr für Kitas gebraucht werden, sollen anderen Zwecken dienen. Vor allem Angebote für die Kinder- und Jugendhilfe, wie etwa Hilfen zur Erziehung, sollen dort einziehen. Die Stadt prüft derzeit, welche Nutzungen städtebaulich sinnvoll sind.

Die Verantwortlichen der Stadt haben in den letzten Monaten die Einrichtungen besucht und mit den Mitarbeitern vor Ort gesprochen, um den Prozess gemeinsam zu gestalten. Ob die Politik den Vorschlägen der Verwaltung folgt, wird nun entschieden.

Quelle: Leverkusen – zur Originalmeldung

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