Leverkusen: Asbest-Verdacht in Wohnhaus in Steinbüchel
In einem achtstöckigen Mehrfamilienhaus in der Käthe-Kollwitz-Straße in Leverkusen-Steinbüchel (Nordrhein-Westfalen) kam es zu einem gefährlichen Vorfall. Bei Sanierungsarbeiten in einigen unbewohnten Wohnungen könnten Asbeststäube im Flur gelandet sein. Da die Bewohner diese beim Durchqueren des Treppenhauses hätten einatmen können, wurde das Haus am Dienstagnachmittag, den 1. September 2026, vorsorglich geräumt.
Insgesamt mussten 31 Menschen und mehrere Tiere ihre Wohnungen verlassen. Die Feuerwehr und die Malteser halfen bei der Evakuierung. Zuerst wurden die Betroffenen in der GGS Heinrich-Lübke-Straße untergebracht, später bekamen sie Hotelzimmer oder fanden privat eine Bleibe. Da einige Bewohner keine Zeit hatten, Dinge mitzunehmen, gab es Kleidung von der „Tafel der Dinge“.
Aktuell wird das Gebäude fachgerecht gereinigt und gesichert. Im Treppenhaus und in den ersten Wohnungen bereiten die Fachleute bereits die Messungen vor. Nur wenn diese „Freimessungen“ ergeben, dass keine Gefahr mehr besteht, dürfen die Menschen zurückkehren. Erste Ergebnisse werden im Laufe des Tages erwartet. Einige Bewohner können vielleicht schon heute wieder einziehen, andere müssen vermutlich noch eine Nacht im Hotel verbringen.
Die Stadt Leverkusen sieht die Sache ernst. Umweltdezernent Alexander Lünenbach betonte, dass die Sicherheit der Mieter Vorrang habe. Die Stadt wird zudem Strafanzeige wegen des Verdachts auf unsachgemäßen Umgang mit gefährlichen Abfällen erstatten. Wer genau dafür verantwortlich ist, wird derzeit mit der Staatsanwaltschaft geklärt.
Experten schätzen, dass die Belastung für die Bewohner sehr gering war und gesundheitliche Langzeitfolgen unwahrscheinlich sind. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Leverkusen – zur Originalmeldung