Leopoldshöhe: Zeitkapsel bei Schulbau entdeckt
An der Grundschule Nord in Leopoldshöhe (Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen) wird gerade saniert. Dabei stießen Mitarbeiter der Gemeinde auf einen überraschenden Fund: eine Zeitkapsel, die dort seit rund 66 Jahren im Boden vergraben war.
Um an den Inhalt zu kommen, mussten die Arbeiter die Kapsel aufsägen. Das Gefäß selbst war aber komplett erhalten geblieben. Im Inneren fanden sie Dinge aus dem Mai 1960. Dazu gehören alte Schulpläne und Tageszeitungen aus diesem Monat. Ein Foto zeigt zudem das damalige Baustellenschild mit der Aufschrift „Neubau der Gemeinschaftsschule“.
Besonders spannend ist ein Dokument, in dem die Namen der damaligen Bürgermeister von Leopoldshöhe, Schuckenbaum, Krentrup und Nienhagen stehen. Damals waren diese Orte noch eigene Gemeinden. Sie hatten sich gemeinsam auf den Bau der Schule geeinigt und Schuckenbaum als Standort gewählt. Die heutige Gemeinde Leopoldshöhe gab es zu dieser Zeit noch nicht. Sie entstand erst am 1. Januar 1969 durch eine Gebietsreform, als die einzelnen Gemeinden zusammengeschlossen wurden.
Bürgermeister Martin Hoffmann findet den Fund besonders, weil die Geschichte direkt mit dem Gebäude und dem Ort verbunden sei. Die gefundenen Zeitungen und Papiere werden nun genau untersucht, um sie historisch einzuordnen. Man möchte herausfinden, was die Dokumente über die Zeit des Schulbaus verraten.
Weitere Details zu den Inhalten der Kapsel liegen bislang nicht vor.