Leopoldshöhe warnt vor illegalem Wasserdiebstahl
In Leopoldshöhe (Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen) gibt es offenbar Probleme mit dem Wasserdiebstahl. Das örtliche Wasserwerk weist nun deutlich darauf hin, dass es illegal ist, einfach Wasser aus dem öffentlichen Netz zu zapfen. Wer nicht genehmigte oder fremde Standrohre benutzt, macht sich strafbar. Die Gemeinde betont, dass solche Verstöße konsequent angezeigt werden.
Ein besonderer Streitpunkt sind private Pools. Viele wollen ihre Becken schnell und günstig füllen, doch das Wasserwerk stellt klar: Standrohre werden nicht für diesen Zweck vermietet. Wer seinen Pool füllen will, muss das über den eigenen Hausanschluss machen. So wird das Wasser über den Zähler erfasst und richtig abgerechnet. Auch die Freiwillige Feuerwehr Leopoldshöhe unterstützt diese privaten Aktionen nicht und verleiht keine Rohre für Pools.
Beim Leeren der Becken gibt es ebenfalls Regeln. Das Wasser muss in die Kanalisation fließen und wird daher über die Abwassergebühren bezahlt. Nur kleine Planschbecken bis zu einem Kubikmeter Inhalt sind ausgenommen, sofern das Wasser ohne Chemie auf dem eigenen Grundstück versickern kann.
Das Problem ist nicht nur das Geld. Wenn ungeprüfte oder schmutzige Rohre benutzt werden, kann das ganze Trinkwassernetz verunreinigt werden. Das ist ein Gesundheitsrisiko für alle Bewohner. Sollten Reinigungen oder Desinfektionen nötig werden, stellt das Wasserwerk die Kosten dem Verursacher in Rechnung. Zudem müssen am Ende alle Kunden für die Verluste durch Wasserdiebstahl aufkommen.
Das Wasserwerk bittet die Bürger nun um Mithilfe. Wer verdächtige Wasserentnahmen beobachtet oder weiß, dass Standrohre missbraucht werden, soll dies melden. Die Gemeinde wird jedem Hinweis nachgehen.