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Lengerich: Bodenuntersuchungen für Stromkabel in Gersten

Zwischen Oktober und Dezember 2026 führt der Netzbetreiber Amprion in Gersten Vorarbeiten für den Netzausbau durch. Betroffene Grundstückseigentümer müssen die Untersuchungen dulden.

Im Ortsteil Gersten (Lengerich) wird es im Herbst 2026 unruhig. Der Netzbetreiber Amprion plant dort Voruntersuchungen für das Projekt „Windader West“. Dabei geht es darum, Windstrom aus der Nordsee in das Stromnetz in Nordrhein-Westfalen zu leiten. Die Kabel sollen später riesige Mengen an Energie transportieren, die theoretisch acht Millionen Menschen versorgen könnten. Bevor es aber an den eigentlichen Bau geht, muss der Boden genau geprüft werden.

Von Oktober bis Dezember 2026 werden deshalb an verschiedenen Stellen im Boden gebohrt und gemessen. Die Arbeiten sind unterschiedlich aufwendig: An einigen Stellen werden schwere Raupenfahrzeuge eingesetzt, die Gestänge bis zu 35 Meter tief in die Erde drücken. An anderen Stellen reichen kleine Handgeräte für Bohrungen bis zu zwei Meter Tiefe. Auch wird nach Kampfmitteln gesucht, falls die Flächen dafür verdächtig sind. Um die Messpunkte zu finden, markiert die Firma das Gelände mit farbigen Holzpflöcken. Wenn nötig, ebnen Bagger kleine Flächen für die Geräte.

Für die Zufahrt zu den Punkten werden teilweise mobile Stahlplatten verlegt, um den Boden zu schützen. Amprion betont, dass die Flächen nach den Arbeiten wieder verschlossen werden, sodass sie schnell wieder ganz normal genutzt werden können. Die meisten Einzelmaßnahmen dauern nur wenige Tage.

Betroffen sind zahlreiche Flurstücke in der Gemarkung Gersten, vor allem in den Fluren 033, 034, 042, 043, 051 und 052. Die Firmen Mull & Partner Ingenieurgesellschaft sowie Celler Brunnenbau führen die Arbeiten aus. Eigentümer, deren Grundstücke genutzt werden, haben laut Gesetz die Untersuchungen zu dulden. Wenn durch die Maschinen Schäden an der Flur oder am Bewuchs entstehen, wird Amprion diese nach Absprache entschädigen.

Wer Fragen zu den Terminen oder den genauen Stellen hat, kann sich an die rmk Ingenieure GbR unter der Telefonnummer 05141906061 oder per E-Mail an [email protected] wenden. Alternativ steht Projektsprecher Jonas Laudage unter 0172 3540984 zur Verfügung.

Quelle: Lengerich – zur Originalmeldung

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