Lengerich: Amprion plant Bodenuntersuchungen für Stromtrasse
In Lengerich (Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen) wird es Ende 2026 auf einigen Grundstücken unruhig. Der Netzbetreiber Amprion plant dort Voruntersuchungen für das Projekt 'Windader West'. Dabei geht es darum, Windstrom aus der Nordsee ins Land zu bringen. Die eigentlichen Anlagen sollen erst ab Mitte der 2030er Jahre laufen, aber jetzt müssen die Bodenverhältnisse genau geprüft werden.
Von Oktober bis Dezember 2026 werden die Firmen Mull & Partner Ingenieurgesellschaft sowie Celler Brunnenbau im Auftrag von Amprion im Gelände aktiv sein. Die Arbeiten sind unterschiedlich intensiv: An einigen Stellen werden mit Raupenfahrzeugen bis zu 35 Meter tiefe Löcher gebohrt. An anderen Stellen reichen kleine Sonden, die per Hand oder mit kleinen Maschinen bis zu 15 Meter tief in die Erde gedrückt werden. Teilweise gibt es auch nur flache Bohrungen bis zwei Meter Tiefe.
Bevor gebohrt wird, prüfen die Arbeiter an bestimmten Stellen, ob im Boden noch Kampfmittel aus dem Krieg liegen. Wenn etwas gefunden wird, muss das fachgerecht geborgen werden. Außerdem werden einige Bohrpunkte zu Messstellen für das Grundwasser ausgebaut. Diese Rohre bleiben dann mit einem Metallschutz versehen im Boden, bis sie bei späteren Bauarbeiten wieder entfernt werden.
Um die Leitungen im Boden nicht zu beschädigen, gibt es zudem Suchschachtungen. Die Markierungen im Gelände erfolgen durch farbige Holzpflöcke, die nach den Arbeiten wieder entfernt werden. Falls nötig, werden mobile Stahlplatten als Baustraßen verlegt, um den Boden zu schützen. Ein Bodenkundler begleitet die Maßnahmen in der Regel.
Betroffen sind in der Gemarkung Lengerich mehrere Flurstücke in den Fluren 035, 037 und 039. Die genaue Liste ist online bei Amprion einsehbar. Die Eigentümer müssen diese Arbeiten laut Gesetz dulden. Schäden an der Flur oder am Aufwuchs werden dokumentiert und später entschädigt.
Wer Fragen zu den Arbeiten hat, kann sich an die rmk Ingenieure GbR (Telefon: 05141906061, E-Mail: [email protected]) oder direkt an den Projektsprecher Jonas Laudage (Telefon: 0172 3540984) wenden.
Quelle: Lengerich – zur Originalmeldung