Lemgo plant neue Wohngebiete und Grünflächenschutz
In Lemgo (Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen) stehen zwei Bauprojekte zur Diskussion, bei denen die Anwohner nun ihre Meinung sagen können. Es geht um unterschiedliche Ziele: Während im Süden neue Grundstücke entstehen sollen, will die Stadt im Nordosten verhindern, dass zu viel zubetoniert wird.
Im Nordosten der Stadt geht es um das Gebiet „Kleiner Spiegelberg“. Das Areal ist mit rund 20,5 Hektar recht groß. Hier soll ein alter Bebauungsplan aufgehoben werden. Die Stadt möchte damit erreichen, dass die Gärten und Grünflächen erhalten bleiben. Außerdem soll verhindert werden, dass dort riesige Wohnblocks hochgezogen werden, die nicht in das Viertel passen. Wenn der Plan fällt, entscheiden künftig andere Regeln, was dort gebaut werden darf. Wer sich dazu äußern möchte, hat bis zum 20. September 2026 Zeit.
Im Süden von Lemgo sieht die Planung anders aus. Beim Gebiet „Oberer Pahnsiek/ Am Stiftsland“ auf etwa 2,48 Hektar soll eine Lücke geschlossen werden. Eine Fläche, die früher als landwirtschaftlich eingestuft war, steht nun doch für den Wohnungsbau zur Verfügung. Geplant ist, dort etwa 15 Grundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser zu schaffen. Außerdem soll Platz für eine Tagesstruktur und eine Wohnstätte für Menschen mit Beeinträchtigung entstehen. Hier läuft die Beteiligung noch länger, bis zum 4. Oktober 2026.
Die Unterlagen zu beiden Projekten liegen online in den Portalen www.o-sp.de/lemgo/beteiligung.php und www.bauleitplanung.nrw vor. Dort können die Bürger auch direkt ihre Stellungnahmen abgeben. Wer lieber persönlich vorbeischauen will, kann die Pläne im Bauamt in der Heustraße 36-38 auf einem digitalen Lesegerät ansehen. Das ist montags, dienstags und donnerstags von 8:30 Uhr bis 12 Uhr möglich, donnerstags zusätzlich von 14 Uhr bis 17 Uhr.
Für individuelle Termine zur Besprechung ist die zuständige Sachbearbeiterin unter der Telefonnummer 05261 213-411 oder per E-Mail unter [email protected] erreichbar.
Quelle: Lemgo – zur Originalmeldung