Lemgo: Neue Ferienbetreuung für Erstklässler erfolgreich gestartet
Seit dem 1. August 2026 haben Erstklässler einen gesetzlichen Anspruch auf Betreuung, und das auch in den Schulferien. In Lemgo (Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen) ist dieses Angebot pünktlich angelaufen. Über sechs Wochen lang wurden die Kinder in der Südschule betreut. Dort wurde gebastelt, getanzt, Sport gemacht und in den Schulräumen sowie auf dem Schulhof getobt.
Auch außerhalb der Schule war einiges los. Die Kinder besuchten das Landesmuseum und das Schloss in Detmold. Zudem gab es eine Stadtrallye durch Lemgo, bei der ein Nachtwächter die Gruppe anführte. Für die Verpflegung war gesorgt: Die Kinder bekamen täglich ein Mittagessen.
Die Organisation war für die Stadtverwaltung stressig. Zwar gibt es das Gesetz schon länger, aber erst seit dem Frühjahr war klar, wie groß die Betreuung sein muss und welche Regeln gelten. Das Jugendamt und die Schulverwaltung mussten daher schnell handeln. Am Ende übernahmen das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die AWO die Betreuung. Viele andere Organisationen, wie die Lebenshilfe Lemgo, die Stiftung Eben-Ezer, der CVJM und der TV Lemgo, hatten ebenfalls Interesse gezeigt.
Die Eltern zeigten sich dankbar für das Angebot. Besonders gut kam an, dass man die Betreuung nicht für ganze Wochen, sondern auch für einzelne Tage buchen konnte. Jörg Malzahn von der Schulverwaltung betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Fachkräften und dem Hausmeister gut funktioniert habe.
Das Angebot wird in den nächsten Jahren stetig wachsen. Ab dem kommenden Jahr haben auch Zweitklässler Anspruch auf die Betreuung, im Jahr darauf Drittklässler. Ab 2029 sollen dann alle Grundschulkinder dabei sein. Die Planung für das nächste Jahr läuft bereits.
Aktuell bereitet die Stadt die Betreuung für die Herbstferien vor. Die Informationen zur Anmeldung werden in Kürze veröffentlicht.
Quelle: Lemgo – zur Originalmeldung