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Landkreis Würzburg will bis 2030 CO2-neutral werden

Klimaschutz und Energiewende Foto: Ronald Grunert-Held Klimaschutz und Energiewende © Bayer. Klimainformationssystem Klimaschutzkonzept

Der Landkreis Würzburg setzt auf eine radikale Energiewende. Ziel ist es, die gesamte Verwaltung bis 2030 klimaneutral zu machen.

Der Kreistag des Landkreises Würzburg (Bayern) hat eine Resolution verabschiedet. Damit verpflichtet sich die Region, den Ausstoß von CO2 massiv zu senken. Das große Ziel ist eine Energieversorgung, die zu 100 Prozent auf erneuerbaren Energien basiert.

Besonders die Verwaltung soll eine Vorbildrolle einnehmen. Bis zum Jahr 2030 will der Landkreis CO2-neutral sein. Das betrifft nicht nur die Heizung und den Strom in den Gebäuden, sondern auch die Art, wie eingekauft wird und wie die Mitarbeiter mobil sind.

Um das zu schaffen, setzt der Landkreis auf drei Säulen: Weniger Energie verbrauchen, die Effizienz steigern und mehr Windkraft, Sonnenenergie sowie Biomasse nutzen. Es gibt bereits eine Liste mit 33 konkreten Maßnahmen. Dazu gehören zum Beispiel eine modernere Straßenbeleuchtung, mehr Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern und die Förderung von energetischen Sanierungen bei privaten Häusern.

Auch beim Verkehr will sich einiges ändern. Der Ausbau von Radwegen soll strategisch besser geplant werden, damit das Fahrrad im Alltag attraktiver wird. Gleichzeitig soll der öffentliche Nahverkehr ausgebaut und die Tarifstruktur einfacher und günstiger gestaltet werden. Die Mainschleifenbahn und neue Park-and-Ride-Plätze sollen dabei helfen, mehr Leute aus den Autos in die Züge zu bringen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Schutz des Grundwassers. Da Hitzeperioden und Starkregen häufiger vorkommen, will der Landkreis gemeinsam mit den Gemeinden besser planen, wie Regenwasser gespeichert und Trinkwasser geschützt werden kann.

Damit die Pläne nicht nur auf dem Papier stehen, gibt es nun einen eigenen Fachbereich für Klimaschutz, Energiewende und Mobilität. Dieser Bereich soll die Umsetzung der Maßnahmen intensiv begleiten.

Quelle: Landkreis Würzburg – zur Originalmeldung

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