Landkreis Stendal bekämpft Eichenprozessionsspinner im Jahr 2027
Im Landkreis Stendal (Sachsen-Anhalt) gibt es ein Problem mit dem Eichenprozessionsspinner. Die Raupen des Schädlings sind gefährlich für die Gesundheit der Menschen. Deshalb will der Landkreis auch im Jahr 2027 Maßnahmen ergreifen, um die Tiere zu bekämpfen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Behandelt werden sollen vor allem befallene Eichen, bei denen Menschen in Gefahr sind. Das betrifft Bäume in Ortslagen, an Straßen, an Waldrändern oder mitten in der Landschaft. Der Landkreis arbeitet dabei mit den Einheits- und Verbandsgemeinden, dem Landeszentrum Wald und dem Landesforstbetrieb Altmark zusammen.
Private Baumbesitzer können sich an der Aktion beteiligen. Wer Hilfe bei seinen Eichen auf dem eigenen Grundstück braucht, muss dies bis zum 31. August 2026 bei der zuständigen Einheits- oder Verbandsgemeinde melden. Dort kann man sich auch über die verschiedenen Methoden informieren.
Bei der Anmeldung sollen die Besitzer angeben, welche Art der Bekämpfung sie wünschen. Es gibt vier Möglichkeiten: Das Absaugen der Raupen, den Einsatz von chemischen Mitteln (Bioziden) mit Geräten am Boden oder aus der Luft. Alternativ gibt es eine biologische Bekämpfung mit Nematoden. Das sind Fadenwürmer, die natürlich im Boden vorkommen. Diese werden zweimal innerhalb von zehn Tagen am Abend oder in der Nacht mit Bodengeräten ausgebracht.
Welche Methode am Ende genutzt wird, hängt von den gesetzlichen Regeln für die Mittel und vom Naturschutz ab.