Landkreis Rastatt sammelt besonders viel Biomüll
Die Einwohner im Landkreis Rastatt (Baden-Württemberg) haben im letzten Jahr ordentlich Biomüll gesammelt. Im Schnitt kamen auf jede Person 82 Kilogramm Bioabfall. Das ist deutlich mehr als im Rest von Baden-Württemberg, wo der Durchschnitt bei 55 Kilogramm liegt. Damit belegt der Landkreis bei den städtischen Kreisen den fünften Platz.
Nicht nur beim Trennen, sondern auch beim Geld steht der Landkreis gut da. Die Abfallgebühren sind im Vergleich der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg niedrig. Der Landkreis liegt hier auf Platz sieben. Wer seinen Müll richtig trennt und weniger wegschmeißt, hilft dabei, die Kosten niedrig zu halten.
Was passiert mit dem Müll? In Iffezheim gibt es eine Kompostieranlage. Dort zersetzen Bakterien den Biomüll. Dabei entsteht Biogas, aus dem in einem Blockheizkraftwerk Strom gewonnen wird. Die Wärme, die dabei abfällt, versorgt viele Haushalte. Was am Ende übrig bleibt, wird zu Kompost verarbeitet.
Die Biotonne gibt es im Landkreis schon seit 1996. Mittlerweile stehen 44.057 Tonnen bereit. Der Abfallwirtschaftsbetrieb berät die Menschen dabei, wie sie ihren Müll richtig trennen.
Damit der Biomüll sauber bleibt, gibt es Kontrollen. Seit Januar 2026 sind sogenannte „kompostierbare“ Biofolien (BAK-Beutel) verboten. Diese Beutel dürfen nicht in die Biotonne. Der Betreiber der Anlage merkt bereits, dass die Qualität des Mülls besser wird. Um Fremdstoffe zu finden, nutzt der Abfallwirtschaftsbetrieb neben Sichtkontrollen auch ein spezielles Detektionsfahrzeug. Die Technik erkennt sofort, wenn Dinge in der Tonne landen, die dort nicht hineingehören.