Landkreis Lüneburg informiert über Ausgabe von Jodtabletten
Was passiert eigentlich, wenn es einen nuklearen Zwischenfall gibt? Der Landkreis Lüneburg (Niedersachsen) möchte, dass die Menschen im Notfall wissen, wie sie sich verhalten müssen. Deshalb informiert die Verwaltung nun über die geplante Ausgabe von Jodtabletten.
Diese Tabletten dienen dazu, die Schilddrüse vor radioaktivem Jod zu schützen. Man nennt das eine Jodblockade. Das ist ein Standard-Vorgehen im Katastrophenschutz. Wichtig ist dabei: Die Tabletten werden nicht einfach so an alle Haushalte verschickt, sondern nur auf Anordnung der Behörden verteilt.
Wer wissen möchte, wo es diese Tabletten im Ernstfall gibt, kann eine Liste der Ausgabestellen auf der Internetseite des Landkreises unter www.landkreis-lueneburg.de/jod einsehen. Die Stellen befinden sich in den Städten und Gemeinden des Landkreises. Man kann die Tabletten dort aber nicht im Voraus abholen; eine Ausgabe erfolgt erst kurzfristig, wenn es tatsächlich zu einem Ereignis kommt.
Auch bei der Einnahme gibt es feste Regeln. Die Tabletten dürfen nur genommen werden, wenn die Katastrophenschutzbehörde des Landkreises Lüneburg dazu auffordert. Dabei muss man sich genau an die empfohlene Dosierung halten. Falls eine einzige Tablette nicht ausreicht, würde die Behörde zu einer weiteren Einnahme aufrufen.
Sascha Westermann, der den Fachdienst für Bevölkerungsschutz leitet, betont, dass es aktuell keinen Grund zur Sorge gibt. Die Informationen dienen lediglich der Vorbereitung. Wer genauere Details sucht, findet unter dem oben genannten Link auch Flyer für die einzelnen Gemeinden im Bereich Downloads.
Weitere Informationen liegen bislang nicht vor.