Landkreis Harburg: Wandern bringt Geld in die Region
Wandern ist für viele nur ein Hobby, aber für den Landkreis Harburg (Niedersachsen) ist es ein echtes Geschäft. Das wurde deutlich, als der Bundestourismuskoordinator Dr. Christoph Ploß gemeinsam mit Vertretern des Landkreises, der Gemeinde Handeloh und dem Deutschen Wanderverband (DWV) eine Tour auf dem Heidschnuckenweg machte.
Erster Kreisrat Josef Nießen erklärte bei der Wanderung, dass die Gäste nicht nur laufen. Sie gehen in die örtlichen Restaurants, buchen Hotels und nutzen andere Angebote vor Ort. Das bringt Geld in die Region und sichert Arbeitsplätze in der Heide und an der Elbe.
Damit das so bleibt, braucht es Geld vom Bund und von der Europäischen Union. Ein Beispiel ist das Projekt zum „Klimaangepassten Qualitätsmonitoring“, das durch ein Bundesprogramm ermöglicht wurde. Auch Programme wie LEADER helfen dabei, die Region attraktiv zu halten. Die Verantwortlichen hoffen, dass diese Gelder auch in Zukunft fließen.
Ein echtes Vorbild ist der Heidschnuckenweg. Der Weg wurde 2012 eröffnet und ist 223 Kilometer lang. Er führt von Hamburg aus durch die Landkreise Harburg, Heidekreis und Celle. Mit den zusätzlichen „Heideschleifen“ wurde das Angebot noch erweitert. Christiane Vogt vom Landkreis betonte, dass man die Qualität der Wege dauerhaft sichern muss. Ein wichtiges Thema ist dabei die Besucherlenkung. Man will vermeiden, dass beliebte Ziele überlaufen, um die Natur zu schützen und die Anwohner nicht zu stören.
Während der Tour zeigte der Wanderverband auch, wie die Technik hilft. Es gibt digitale Lösungen, mit denen man den Zustand der Wege besser erfassen und bewerten kann.
Wer den Heidschnuckenweg selbst ausprobieren möchte: Er ist in 13 Etappen unterteilt und führt durch über 30 Heideflächen. Für kürzere Touren gibt es zwölf Rundwege, die zwischen 1,4 und knapp 21 Kilometern lang sind.