Seevetal fordert eigene Autobahnabfahrt für Stelle
In Seevetal (Landkreis Harburg, Niedersachsen) gibt es Ärger um den Verkehr an der A39. Bürgermeisterin Emily Weede und die Ortsbürgermeisterin von Maschen/Horst/Hörsten, Angelika Tumuschat-Bruhn, haben sich an der Kreuzung Winsener Straße getroffen. Dort wurde deutlich, wie sehr die Situation die Gemeinde belastet.
Das Hauptproblem sind die vielen Lastwagen, die in Richtung Stelle fahren. Seit September 2023 nutzen LKW auf dem Weg zum Aldi-Zentrallager in Stelle die Kreuzung in Maschen. Jetzt soll das Kühl- und Tiefkühllager dort um rund 1.700 Quadratmeter erweitert werden. Das bedeutet noch mehr Lieferverkehr für einen Knotenpunkt, der eigentlich schon längst überlastet ist.
Schon 2016 gab es eine Untersuchung, die zeigte, dass die Anschlussstelle Maschen an der A39 große Mängel hat. Damals wurden Empfehlungen für einen Ausbau gegeben, doch es passierte fast nichts. Nur die Ampelphasen wurden geändert und eine Abbiegespur verlängert. Für die Politik in Seevetal ist das zu wenig. Angelika Tumuschat-Bruhn betont, dass es nicht sein könne, dass Gewerbe in Stelle wächst, aber der gesamte Verkehr den Ort Maschen „zupflastert“.
Bürgermeisterin Emily Weede sieht darin auch ein Hindernis für die eigene Planung von Seevetal. Weil die Kapazitäten an der Abfahrt Maschen durch den Verkehr nach Stelle verbraucht werden, könne sich die Gemeinde in ihrer eigenen Entwicklung nicht frei entfalten.
Besonders verärgert ist Weede über den Umgang mit der Nachbarkommune Stelle. Sie kritisierte, dass Seevetal die Erweiterung des Aldi-Lagers aus der Presse erfahren habe und hinter den Unterlagen herrennen müsse. Das sei keine gute Nachbarschaft.
Die Forderung der Politikerinnen ist klar: Stelle braucht eine eigene Autobahnabfahrt an der A39. Nur so ließen sich die Verkehrsströme trennen und die Belastung für die Menschen in Maschen senken. Ob die Autobahn GmbH und der Landkreis Harburg auf diese erneute Forderung reagieren, bleibt abzuwarten.
Quelle: Seevetal – zur Originalmeldung