Landkreis Günzburg schließt mehrere Asylunterkünfte
Im Landkreis Günzburg (Bayern) sinken die Zahlen der Asylbewerber deutlich. Deshalb schließt der Landkreis nun schrittweise einige Unterkünfte für Geflüchtete. Das passiert immer dann, wenn die entsprechenden Mietverträge auslaufen.
Konkret gibt es bereits feste Termine für die Schließungen: In Günzburg wird eine Unterkunft mit 135 Plätzen zum 31. Oktober 2026 aufgegeben. Zum gleichen Datum, dem 31. Oktober, schließt auch eine Einrichtung in Burgau mit 24 Plätzen. In Krumbach enden die Verträge für zwei weitere Unterkünfte mit insgesamt 44 Plätzen am 30. November 2026. Weitere Schließungen sind laut Landratsamt geplant.
Die Zahlen belegen den Trend: Im Jahr 2024 waren im Schnitt noch 1058 Menschen in dezentralen Unterkünften untergebracht. Bis Juli 2026 sank diese Zahl auf rund 632 Menschen. Auch die Gesamtzahl der Geflüchteten, wenn man die Menschen aus der Ukraine mitzählt, ist zurückgegangen.
Landrat Dr. Hans Reichhart sieht darin eine notwendige Entlastung für den Landkreis. Er führt den Rückgang auf politische Maßnahmen zur Begrenzung der irregulären Migration zurück. Durch die sinkenden Zahlen könne der Landkreis seine Mittel nun gezielter einsetzen.
Aktuell betreibt das Landratsamt noch 32 Unterkünfte, in denen 632 Menschen wohnen. Davon kommen 131 aus der Ukraine. Die verbleibenden Plätze sollen weiterhin so genutzt werden, dass alle Geflüchteten angemessen versorgt sind. Die Schließungen sollen rechtlich und sozial geordnet ablaufen.