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Landkreis Görlitz: Pumpverbot für Wasser aus Bächen und Flüssen bleibt

Wegen der anhaltenden Trockenheit dürfen im Landkreis Görlitz weiterhin keine Pumpen genutzt werden, um Wasser aus oberirdischen Gewässern zu entnehmen.

In Sachsen ist es viel zu trocken. Ende Juni 2026 waren mehr als 60 Prozent der gemessenen Fließgewässer im Niedrigwasserbereich. Zählt man die Pegel dazu, die kurz davor stehen, sind es sogar rund 85 Prozent. Auch das Grundwasser ist knapp: An 83 Prozent der Messstellen lag der Stand mehr als einen halben Meter unter dem normalen Wert für Ende Juni.

Deshalb erinnert die Untere Wasserbehörde des Landkreises Görlitz (Sachsen) an eine wichtige Regel. Die Allgemeinverfügung vom 21. Juli 2022 gilt weiterhin. Das bedeutet: Wer Wasser aus Bächen oder Flüssen mit Pumpvorrichtungen entnehmen will, hat in vielen Fällen ein Verbot.

Ob das Verbot gerade gilt, hängt vom jeweiligen Pegelstand ab. Jede Gemeinde im Landkreis hat einen festen Bezugspegel. Sinkt dieser unter einen bestimmten Grenzwert, dürfen keine Pumpen mehr eingesetzt werden. Das ist wichtig, weil vor allem kleine Bäche und Quellen schnell austrocknen können. Nur wenn genug Wasser fließt, bleibt die Natur im Gewässer erhalten und die wirtschaftliche Nutzung ist gesichert.

Die Regel gilt auch für Leute, die eigentlich eine offizielle Erlaubnis für die Wasserentnahme haben, zum Beispiel für die Bewässerung von Feldern. Wer aber nur mit einem Eimer oder einer Gießkanne Wasser schöpft, darf das weiterhin tun. Dieser sogenannte Gemeingebrauch ist nicht verboten.

Wer wissen will, welcher Pegel für seine Gemeinde gilt oder wie die aktuelle Lage ist, findet alle Informationen auf der Internetseite des Landkreises Görlitz unter „Amtliche Bekanntmachungen“ oder bei der Unteren Wasserbehörde. Aktuelle Wasserstände gibt es zudem beim Landeshochwasserzentrum des Freistaates Sachsen.

Die vollständige Verfügung ist unter www.kreis-goerlitz.de/Amtliches/Amtliche-Bekanntmachungen zu finden. Aktuelle Daten zu den Gewässern gibt es unter www.umwelt.sachsen.de/umwelt/infosysteme.

Quelle: Zittau – zur Originalmeldung

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