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Landkreis Darmstadt-Dieburg warnt vor Lebensgefahr für Tiere durch Hitze

Copyright und Urheber siehe Landkreis Darmstadt-Dieburg

Hohe Temperaturen setzen nicht nur Menschen zu. Der Landkreis gibt Tipps, wie man Hunde, Katzen und Nutztiere vor dem Hitzetod schützt.

Die aktuelle Sommerhitze ist gefährlich für viele Tiere im Landkreis Darmstadt-Dieburg (Hessen). Vize-Landrat Lutz Köhler warnt davor, dass Hitze vielen Tieren stark zu schaffen macht. Besonders wichtig sind jetzt ausreichend Wasser, Schatten und Ruhe in den heißesten Stunden des Tages.

Besonders Hunde leiden unter der Wärme. Besitzer sollten die Gassirunden auf den frühen Morgen oder späten Abend verlegen. In der Mittagshitze reichen kurze Runden. Da sich Asphalt auf über 60 Grad aufheizen kann, drohen Verbrennungen an den Pfoten. Vor allem kleine Hunde oder solche mit kurzer Schnauze haben Probleme, da sie nah am heißen Boden laufen und oft Atemnot bekommen. Sportliche Aktivitäten wie das Mitlaufen am Fahrrad oder E-Scooter sind bei dieser Hitze tabu.

Ein absolutes No-Go ist es, Hunde oder Katzen im Auto zu lassen. Die Temperaturen im Wagen steigen extrem schnell an und können lebensgefährlich werden, erklärt die Kreistierschutzbeauftragte Dr. Christa Wilczek. Wer bemerkt, dass ein Tier stark hechelt, apathisch wird oder Kreislaufprobleme bekommt, sollte sofort zum Tierarzt.

Auch bei der Pflege kann man helfen: Langhaarige Hunde und Katzen sollten ausgebürstet werden, bei manchen Rassen hilft ein kurzer Haarschnitt. Kühlmatten, Fliesenböden oder vorsichtig befeuchtetes Fell bringen Abkühlung. Frisches Wasser muss immer da sein.

Kleintiere wie Kaninchen und Meerschweinchen schwitzen nicht und sind daher sehr empfindlich. Sie brauchen schattige Gehege ohne Zugluft. Ventilatoren sind hier nicht erlaubt. Kühlplatten oder feuchter Sand helfen ihnen. Zudem müssen Futterreste schnell entfernt werden, da sie in der Hitze schnell verderben. Vögeln helfen flache Tränken und Bäder im Garten, wobei das Wasser täglich gewechselt werden muss.

Auch in der Landwirtschaft gibt es Probleme. Schweine reagieren besonders empfindlich. In den Ställen müssen die Tränken und die Kühltechnik täglich geprüft werden. Fenster sollten einen guten Sonnenschutz haben. Weidetiere brauchen Schatten und frisches Wasser.

Ein großes Problem ist derzeit das Niedrigwasser. Fische leiden unter zu warmem Wasser und Sauerstoffmangel. In Eppertshausen läuft deshalb ein Pilotprojekt, um die Strömung und Tiefe der Gewässer zu verbessern und so kälteliebenden Fischen zu helfen. Wildtiere ziehen sich in den Schatten zurück. Spaziergänger sollen deshalb auf den Wegen bleiben und die Rückzugsorte der Tiere nicht stören.

Der Landkreis bittet zudem darum, kein Wasser aus Bächen für private Zwecke zu entnehmen, da die Pegel bereits zu niedrig sind. Wer naturnahe Gärten mit Hecken und sauberen Wasserstellen anlegt, hilft den heimischen Wildtieren.

Quelle: Landkreis Darmstadt-Dieburg – zur Originalmeldung

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