Groß-Umstadt plant neue Wärmeversorgung für die Stadt
Die Bundesregierung hat ein neues Gesetz zur Wärmeplanung beschlossen. Deshalb muss auch die Stadt Groß-Umstadt (Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen) bis spätestens Ende Juni 2028 einen offiziellen Wärmeplan vorlegen. Es geht darum, wie die Stadt in Zukunft ohne fossile Brennstoffe warm gehalten wird.
Am 19. Februar 2026 hat die Stadtverordnetenversammlung die ersten Ergebnisse einer Eignungsprüfung besprochen. Ein beauftragtes Büro für Infrastruktur und Umwelt hatte die Stadt dafür in 28 verschiedene Teilgebiete aufgeteilt. Dabei wurde geschaut, wie die Häuser gebaut sind, wer dort wohnt und welche Leitungen bereits im Boden liegen.
Das Ergebnis fällt für viele Bewohner unterschiedlich aus. In den meisten Gebieten läuft die Planung ganz normal ab. In fünf Teilgebieten wird die Planung jedoch verkürzt. Das bedeutet für die Eigentümer dort: Ein Anschluss an ein städtisches Wärme- oder Wasserstoffnetz ist sehr unwahrscheinlich. Diese Menschen müssen sich daher selbstständig um eine nachhaltige Heizungslösung für ihr Haus kümmern.
Ein einziges Gebiet kommt komplett aus der Planung heraus, da es bereits heute vollständig mit regenerativer Wärme versorgt wird. Das betrifft in Groß-Umstadt das Baugebiet Am Umstädter Bruch.
Nach dem Beschluss vom Februar beginnt nun die eigentliche Arbeit. Die Verwaltung wird nun die nötigen Aufträge vergeben. Die Erstellung des fertigen Wärmeplans wird insgesamt bis zu 18 Monate dauern. Wer genau wissen will, in welches Teilgebiet sein Haus fällt, kann die Ergebnisse der Prüfung im Bürgerinformationssystem der Stadt online einsehen.