Kreis Soest testet Sirenen und Warn-Apps
Am Donnerstag, den 10. September, wird im Kreis Soest (Nordrhein-Westfalen) die Alarmtechnik auf Herz und Nieren geprüft. Punkt 11 Uhr lösen die Verantwortlichen in der Leitstelle des Kreisrettungszentrum in Soest insgesamt 187 Sirenen aus. Diese sind über alle 14 Städte und Gemeinden im Kreis verteilt.
Die Menschen im Kreis werden eine bestimmte Abfolge von Tönen hören: Zuerst kommt ein einminütiger Dauerton, dann folgt ein Heulton, der auf- und abschwillt, und zum Schluss ertönt wieder der Dauerton. Im Ernstfall bedeutet der Heulton „Gefahr“ – man soll dann sofort in geschlossene Räume gehen, Fenster und Türen zumachen und die Lüftung ausschalten. Der Dauerton signalisiert hingegen „Entwarnung“.
Neben den Sirenen werden auch die digitalen Warnwege getestet. Um 11 Uhr schicken die Behörden Probewarnungen über die Apps NINA und KATWARN sowie über den Dienst „Cell Broadcast“ raus. Letzterer schickt die Nachricht direkt auf das Handy, ohne dass man eine App braucht. Damit das klappt, muss das Handy eingeschaltet sein und darf nicht im Flugmodus stehen. Zudem muss das Betriebssystem aktuell sein (Android ab Version 11 oder iOS ab Version 16.1).
Die Behörden betonen, dass Sirenen seit 2023 nicht mehr genutzt werden, um die Feuerwehr zu rufen. Wenn die Sirenen heute heulen, richtet sich das Signal immer direkt an die Bevölkerung. Da der Ton allein nicht verrät, was genau passiert ist, sollten die Menschen im Ernstfall Radio oder Fernsehen einschalten.
Nach dem Test gibt es vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eine Umfrage. Zwischen dem 10. und 17. September können die Bürger unter www.warntag-umfrage.de mitteilen, ob die Warnungen angekommen sind.