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Kreis Lippe setzt auf Vermittler in der Pflege

Copyright und Urheber siehe Kreis Lippe

In Senioren- und Pflegeheimen gibt es oft Streit. Wolfgang Glauer soll im Kreis Lippe dabei helfen, Konflikte ohne Behördengang zu lösen.

In Pflegeheimen oder betreuten Wohnanlagen kommen viele Menschen auf engem Raum zusammen. Da gibt es oft Missverständnisse oder heftigen Streit. Wer sich dort nicht wohlfühlt, scheut oft den offiziellen Weg über eine Behörde oder die Heimleitung. Deshalb gibt es im Kreis Lippe (Nordrhein-Westfalen) eine besondere Unterstützung.

Seit dem 1. Januar 2024 arbeitet Wolfgang Glauer als unabhängige Ombudsperson. Der 76-Jährige aus Leopoldshöhe ist kein Kontrolleur, sondern ein Vermittler. Er soll eine Brücke zwischen den Bewohnern, ihren Angehörigen und den Leitungen der Einrichtungen bauen. Wenn es zum Beispiel Probleme bei der täglichen Betreuung gibt oder Streit über Vollmachten ausbricht, sucht er das sachliche Gespräch.

Glauer versucht oft, Probleme zu lösen, bevor sie richtig eskalieren. Er besucht Beiratssitzungen und spricht mit den Verantwortlichen vor Ort. Wenn es aber wirklich um harte Qualitätsmängel in der Pflege geht, bleibt die offizielle Heimaufsicht des Kreises die zuständige Stelle. Glauer arbeitet eng mit dieser Behörde zusammen und hilft Betroffenen, den Kontakt zu den offiziellen Stellen zu finden, wenn es nötig ist.

Die Zahlen zeigen, dass das Angebot genutzt wird. Pro Monat gibt es etwa drei bis vier konkrete Anfragen. Seit seinem Start konnte der Vermittler bereits rund 90 Mal helfen. Meistens findet er eine Lösung. Nur in zwei bis drei Fällen blieb ein Konflikt ungelöst, weil die Betroffenen starben, bevor man sich einigen konnte.

Wer das kostenlose Angebot nutzen möchte, findet die Kontaktdaten und weitere Informationen im Serviceportal des Kreises Lippe.

Quelle: Kreis Lippe – zur Originalmeldung

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