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Großübung in Blomberg: Retter probten Waldbrand-Szenario

Copyright und Urheber siehe Kreis Lippe

Wie reagieren die Hilfsorganisationen, wenn ein Feuer ganze Wohngebiete bedroht? In Blomberg testete der Katastrophenschutz des Kreises Lippe am Wochenende seine Abläufe.

Stellen Sie sich vor, ein Waldbrand rast direkt auf ein Wohnviertel zu. Die Menschen müssen sofort aus ihren Häusern raus und haben keinen Ort, an den sie gehen können. Genau dieses Szenario wurde am Wochenende in Blomberg (Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen) durchgespielt. Die Sekundarschule diente dabei als Zentrum für die Übung.

Damit es so echt wie möglich wirkte, halfen rund 150 Statisten mit. Die Freiwilligen kamen mit Koffern und Rucksäcken an die Schule, manche sogar mit ihren Haustieren. Die Statisten hatten feste Rollen und Verhaltensweisen zugewiesen bekommen. Sie sollten die Retter gezielt herausfordern und so den Stress einer echten Katastrophe simulieren.

Insgesamt waren etwa 20 Fahrzeuge der Hilfsorganisationen im Einsatz. Das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter und die Malteser mussten eng zusammenarbeiten. Auch die Feuerwehr war mit ihrem Einsatzleitwagen dabei. Gemeinsam verwandelten sie das Schulgebäude in einen Betreuungsplatz. Sie registrierten die ankommenden Menschen und kümmerten sich um die medizinische Versorgung. Da solche Situationen psychisch extrem belasten, war auch die Notfallseelsorge vor Ort, um die Sorgen der betroffenen Menschen aufzufangen.

Im Kern ging es darum, einen Platz für bis zu 500 Menschen aufzubauen, die zwar nicht verletzt sind, aber Hilfe brauchen. Es musste alles organisiert werden: Betten, Toilettenpapier, Getränke und Mahlzeiten. Marcus Saueressig vom Bevölkerungsschutz des Kreises Lippe erklärte, dass der Kreis für das Material und Personal zuständig ist, dabei aber komplett auf die ehrenamtlichen Helfer angewiesen bleibt.

Nach der mehrstündigen Übung zog Organisator Nils Brandes eine positive Bilanz. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen habe gut funktioniert. Trotzdem will man die gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um die Abläufe im Detail noch weiter zu verbessern. So ist der Kreis Lippe besser auf einen echten Ernstfall vorbereitet.

Quelle: Kreis Lippe – zur Originalmeldung

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