Feuerwehren aus ganz Lippe üben Rettung aus Autos
Am 13. Juli 2026 kamen Feuerwehrleute aus allen Kommunen im Kreis Lippe (Nordrhein-Westfalen) im Feuerwehrausbildungszentrum in Lemgo zusammen. Bei der eintägigen Fortbildung ging es darum, die Grundlagen bei schweren Autounfällen aufzufrischen. Organisiert wurde das Ganze vom Bevölkerungsschutz des Kreises Lippe und dem Lippischen Feuerwehrverband. Unterstützt wurden sie dabei von der Firma Weber Rescue, die Spezialgeräte für Rettungen herstellt.
Drei Dozenten der Firma erklärten den Teilnehmern erst die Theorie und ließen sie dann in der Praxis ran. Pro Gemeinde waren zwei Einsatzkräfte dabei. Im Mittelpunkt standen feste Regeln für den Einsatz sowie die Frage, wie man präzise Öffnungen in die Karosserie schneidet, um an die Verletzten heranzukommen.
Damit das Training echt wirkte, wurden drei Schrottautos in verschiedene Lagen gebracht: Ein Wagen stand ganz normal, ein anderer lag auf der Seite und ein dritter lag auf dem Dach. Mit hydraulischen Spreizern und Schneidgeräten arbeiteten sich die Retter systematisch zu den fiktiven Patienten vor. Die Freiwillige Feuerwehr Augustdorf half bei der Logistik und sicherte den Ablauf mit zwei Leuten und einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) ab.
Nach dem anstrengenden Tag waren die Teilnehmer erschöpft, aber zufrieden. Insgesamt 32 Feuerwehrleute haben die Ausbildung absolviert. Diese Experten sollen das Wissen nun in ihre eigenen Heimatfeuerwehren tragen, damit im Ernstfall auf den Straßen im Kreis Lippe schneller und sicherer geholfen werden kann.