Kreis Lippe führt 24-Stunden-Dienst im Rettungsdienst dauerhaft ein
Im Rettungsdienst des Kreises Lippe (Nordrhein-Westfalen) gibt es eine Änderung bei den Arbeitszeiten. Seit dem 1. Februar 2026 wurde ein neues Modell getestet: Die Einsatzkräfte arbeiten nun 24 Stunden am Stück und haben danach in der Regel mindestens 48 Stunden am Stück frei.
Die dreimonatige Testphase ist nun beendet und das Ergebnis ist deutlich. Über 90 Prozent der Mitarbeiter, die das System freiwillig ausprobiert haben, wollen dabei bleiben. Damit haben die Verantwortlichen im Kreis sogar ihre eigenen Erwartungen übertroffen.
Die Retter schätzen vor allem die längere Freizeit am Stück. So lässt sich der Job besser mit der Familie und privaten Terminen planen. Außerdem müssen sie seltener zur Wache fahren, was Zeit und Geld spart. Achim Reineke, Fachgebietsleiter im Rettungsdienst, betont, dass die Teams die langen Erholungsphasen sehr schätzen.
Überall wird das Modell jedoch nicht eingesetzt. In Lemgo und Bad Salzuflen bleibt es beim alten 12-Stunden-System. Dort ist das Aufkommen an Einsätzen so hoch, dass 24 Stunden Arbeit zu anstrengend wären. Das soll die Gesundheit der Mitarbeiter schützen und die Sicherheit der Patienten garantieren.
An den anderen Standorten läuft die Versorgung der Bevölkerung weiterhin ohne Probleme. Laut Sascha Medina, dem Leiter des Bevölkerungsschutzes, macht das neue System den Kreis zudem attraktiver für neue Bewerber. Die Entwicklung wird nun weiter beobachtet, um die Qualität der Hilfe langfristig zu sichern.