Kreis Kleve stellt Wasser-Anträge jetzt online
Im Kreis Kleve (Nordrhein-Westfalen) wird der Gang zum Amt seltener. Die Untere Wasserbehörde hat ihr Angebot erweitert und bietet nun digitale Dienste an. Das bedeutet: Viele wichtige Anträge an der Wasserwirtschaft können ab sofort papierlos über das Serviceportal des Kreises erledigt werden.
Das betrifft vor allem Menschen, die bauliche Maßnahmen planen. Wer zum Beispiel eine Wärmepumpe mit Erdwärme installieren möchte, muss dies wasserrechtlich prüfen und genehmigen lassen. Das gilt sowohl für geschlossene Rohrsysteme als auch für Anlagen, die Grundwasser entnehmen und wieder einleiten.
Auch beim Thema Abwasser gibt es Neuerungen. Wenn ein Grundstück nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen werden kann, ist oft eine Kleinkläranlage nötig. Für den Bau und Betrieb solcher Anlagen braucht man eine Erlaubnis – diese kann nun online beantragt werden. Das Gleiche gilt für die Entsorgung von Regenwasser, wenn dieses gezielt versickern oder in ein Gewässer geleitet werden soll.
Wer Grundwasser für die Landwirtschaft, für ein Gewerbe oder als Löschwasser entnehmen will, muss ebenfalls eine Genehmigung einholen. Auch Anlagen mit gefährlichen Stoffen, wie private Heizöltanks oder gewerbliche Tankstellen, müssen der Behörde gemeldet werden. Diese Anzeigen können jetzt digital eingereicht werden.
Die Nutzer können alle nötigen Unterlagen direkt im Portal hochladen. Das soll die Bearbeitung beschleunigen. Sowohl Erstanträge als auch Verlängerungen sind über die Webseite des Kreises unter www.kreis-kleve.de/online-dienste erreichbar.