Kreis Kleve schließt ersten großen Glasfaserausbau ab
Im Kreis Kleve (Nordwesten von Nordrhein-Westfalen) ist ein wichtiger Schritt für das Internet geschafft. Das Förderprogramm „Weiße Flecken“ ist nun komplett abgeschlossen. Das bedeutet: Orte, die bisher kaum oder gar keine vernünftige Verbindung hatten, sind jetzt an die Glasfaser angeschlossen.
Schon im Sommer 2023 waren die Arbeiten im Süden fertig, also in Geldern, Issum, Kerken, Rheurdt, Straelen und Wachtendonk. Jetzt sind auch die anderen Gebiete fertig geworden. Das betrifft die Mitte mit Kalkar, Rees, Uedem, Kevelaer und Weeze sowie den Norden mit Bedburg-Hau, Emmerich am Rhein, Goch und Kleve.
Insgesamt haben über 13.000 Anschlüsse davon profitiert. Die Firma Deutsche Glasfaser hat die Leitungen verlegt. Das Ganze war teuer: Die Kosten beliefen sich auf rund 64 Millionen Euro. Davon zahlte der Bund 32 Millionen Euro und das Land Nordrhein-Westfalen 25,6 Millionen Euro. Die restlichen 6,4 Millionen Euro kamen aus den Kassen der 15 Gemeinden im Kreis.
Landrat Christoph Gerwers sieht darin einen wichtigen Meilenstein für die Wirtschaft und die Bildung in der Region, besonders auf dem Land. Er betont jedoch, dass dies erst ein Etappenziel sei. Das Ziel ist eine flächendeckende Versorgung für alle.
Deshalb geht der Ausbau nun direkt weiter. Als Nächstes stehen die sogenannten „grauen Flecken“ an. Das sind Adressen, die zwar Internet haben, aber noch keine echte Breitbandverbindung nutzen. Für diesen Teil des Projekts hat der Kreis das Unternehmen Epcan beauftragt. Das staatliche Geld fließt dabei nur dort in die Kabel, wo sich ein privater Ausbau für die Firmen nicht lohnen würde.