Kalkar verabschiedet Museumsleiterin Gudrun Siekmann in den Ruhestand
Gudrun Siekmann hat ihre Arbeit im Städtischen Museum in Kalkar (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen) beendet. In einer kleinen Feierstunde wurde sie offiziell in den Ruhestand verabschiedet. An der Feier nahmen auch ihr Ehemann Werner sowie Bürgermeisterin Alexandra Schacky, Anja Johann vom Personalrat und Personalleiter Martin Lindau teil.
Über 14 Jahre lang war Siekmann das Gesicht des Museums. Sie sorgte dafür, dass der Betrieb reibungslos lief und das kulturelle Niveau hoch blieb. Dass das Museum heute fest in der Kunstszene verankert ist, liegt laut Stadtverwaltung an ihrem großen Engagement und der Unterstützung durch den Verein der Freunde Kalkars. Auch ihr Mann Werner half teilweise mit.
Der Weg in den Beruf war für Siekmann nicht gerade einfach. In den 80er-Jahren brach sie ihr Studium der Kunstgeschichte ab. Danach arbeitete sie mehrere Jahre als Entwicklungshelferin in Papua-Neuguinea. Es folgten die Geburt ihrer vier Kinder und über 20 Jahre als Familienmanagerin. Viele Bekannte glaubten deshalb nicht daran, dass sie noch einmal eine Karriere starten würde.
Doch mit 50 Jahren schloss sie ihr Studium der Kulturwissenschaften erfolgreich ab und bewarb sich bei der Stadt Kalkar. Trotz ihres Alters setzte sie sich durch. Am meisten gefiel ihr an der Arbeit, über Kunst zu diskutieren, verschiedene Meinungen zu hören und anderen zuzuhören.
Im Ruhestand will Siekmann aktiv bleiben. Sie wird das Kunsthaus Sabisch am Taubenturm ehrenamtlich begleiten. Außerdem plant sie bereits mehrmonatige Reisen auf andere Kontinente und will sich um ihren Garten kümmern. Ob sie irgendwann noch einmal in einem Auditorium auftritt, bleibt abzuwarten.
Quelle: Kalkar – zur Originalmeldung