Kreis Kleve bekommt zwei neue Spezialwagen für den Katastrophenschutz
Der Kreis Kleve (Nordrhein-Westfalen) hat vom Bund zwei neue CBRN-Erkundungswagen bekommen. Die Fahrzeuge wurden offiziell übergeben und stehen nun den Freiwilligen Feuerwehren in Kleve und Kalkar zur Verfügung.
Die Abkürzung CBRN klingt kompliziert, bedeutet aber eigentlich nur, dass die Wagen für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren gedacht sind. Wenn es also zu einem schweren Unfall mit Giftstoffen kommt oder andere gefährliche Stoffe ausgetreten sind, rücken diese Wagen aus.
Die Fahrzeuge sind technisch auf dem neuesten Stand. An Bord befinden sich hochempfindliche Messgeräte, mit denen die Feuerwehrleute genau feststellen können, was in der Luft oder im Boden passiert. Das Besondere ist, dass die Messwerte direkt mit den Koordinaten verknüpft werden. Die Daten werden online an die Einsatzleitung geschickt. So wissen die Chefs im Einsatz sofort, wo die Gefahr genau liegt, und können die Bevölkerung schneller warnen.
Bedienen werden die Spezialwagen nicht irgendwer, sondern speziell ausgebildete Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren. Landrat Christoph Gerwers und Bundestagsabgeordneter Stefan Rouenhoff betonten bei der Übergabe, dass diese Ausrüstung gerade wegen der aktuellen Sicherheitslage und Extremwetter wichtig sei.
Die Fahrzeuge werden nicht nur im eigenen Kreis genutzt. Wenn es in anderen Teilen von Nordrhein-Westfalen brennt oder eine Katastrophe passiert, können die Wagen aus Kleve und Kalkar auch dort zur Hilfe kommen.